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Zur Stärkung des Miteinanders in Neu-Isenburg

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Von: Holger Klemm

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Die Paulskirche ist ein Symbol der deutschen Revolution 1848. Auch in Neu-Isenburg wird es zum Jubiläum eine Ausstellung geben.
Die Paulskirche ist ein Symbol der deutschen Revolution 1848. Auch in Neu-Isenburg wird es zum Jubiläum eine Ausstellung geben.  © dpa

Die Partnerschaft für Demokratie Neu-Isenburg startet 2023 mit fünf neuen Projekten. Gefördert werden wieder zivilgesellschaftliche Aktivitäten und Vorhaben zur Stärkung des friedlichen und demokratischen Miteinanders im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“. Für Neu-Isenburg stehen wie im Vorjahr 60 000 Euro für gemeinnützige Vereine und Gruppen aus der Stadtgesellschaft sowie 10 000 Euro für das Jugendforum zur Verfügung.

Neu-Isenburg - Die ersten Projekte für das laufende Förderjahr sind bereits genehmigt worden, weitere sind in Vorbereitung. Bei den von Creative Change – einer gemeinnützigen Einrichtung mit Sitz in Offenbach – umgesetzten Projekten „Demokratini Bambini“ und „Act Now 23“ erarbeiten Kinder und Jugendliche im Rahmen theaterpädagogischer Projekt-Wochen Strategien, die ihren Umgang mit Konflikten erweitern und gleichzeitig ihr Bewusstsein für demokratische Werte stärken sollen.

Gleichermaßen soll das interaktive Bühnenprogramm „Ich nehme mir mein Recht in die Hand?! Du auch?“ des Fördervereins an der Brüder-Grimm-Schule Kinder und Jugendliche dazu ermutigen, sich auf unterhaltsame Weise mit dem Grundgesetz und ihren Rechten, ebenso wie mit gesellschaftlichen Schieflagen näher auseinanderzusetzen.

Zwei weitere Projekte werden durch die Vereine Freunde und Förderer der Goetheschule Neu-Isenburg (FFG) und Pour l’Yseboursch umgesetzt. Der FFG befasst sich im Rahmen seiner Vortragsreihe „Goethes Gäste“ mit dem Thema Zwangsdoping in der DDR. Am Beispiel der ehemaligen Spitzensportlerin Ines Geipel soll gezeigt werden, wie das totalitäre Staatssystem der DDR mit Staatsdoping im Rahmen des Leistungssports mit der körperlichen Unversehrtheit seiner Bürgerinnen und Bürger umgegangen ist. Hierzu lädt der Förderverein der Schule Geipel zu einem Vortragsabend in der Schule ein. Die Moderation übernimmt die Sportreporterin Martina Knief (Hessischer Rundfunk).

Das Video-Projekt „Von 1848 bis 2023 – Für Demokratie und Menschenrechte“ möchte auf die historischen Hintergründe der Entwicklung der Demokratie in Deutschland seit 1848 hinweisen und eine Brücke schlagen zur aktuellen Diskussion um demokratische Werte. Die Ergebnisse des Projekts, das sowohl interessierte Personen aus Neu-Isenburg als auch historisch gekleidete Darstellerinnen und Darsteller einbinden möchte, werden sowohl in der Ausstellung „1848 – Auf die Barrikaden für Demokratie und Menschenrechte“ im Stadtmuseum Haus zum Löwen als auch online, beispielsweise auf den Plattformen YouTube und Tiktok, veröffentlicht.

Bürgermeister Gene Hagelstein ist schon sehr gespannt auf die Ausstellung, die am 5. Mai eröffnet wird. Wie er verrät, ist es gelungen, einen lokalen Bezug zur damaligen Revolution herzustellen. Das Team um Museumsleiter Christian Kunz und Dr. Bettina Stuckard, Leiterin des Kulturbüros, stieß bei den Vorbereitungen auf Hinweise zu einem 16-jährigen Neu-Isenburger, der auf Barrikaden in Frankfurt sein Leben ließ. Durch solche Geschichten werde die Historie greif- und erfahrbar gemacht.

Weitere Anträge auf Projektförderung können bei Christoph Singer, Koordinierungs- und Fachstelle der Partnerschaft für Demokratie, per Mail an christoph.singer@awo-of-land.de oder unter Tel. 01523 2181727 eingereicht werden.  hok

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