Zweites Ehrenamtsforum in der Hugenottenhalle

Mitstreiter gesucht

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Lars Chantré und Michael Jung-Mazura (unten) zeigen am Infostand des Technischen Hilfswerks, wie ein Sandsack schnell gefüllt werden kann.

Neu-Isenburg - Auf große Resonanz stieß das zweite Ehrenamtsforum der Stadt. 30 Vereine, Institutionen und Initiativen stellten sich in der Hugenottenhalle vor und warben um weitere Mitstreiter.

Als Bürgermeister Herbert Hunkel am Samstagmorgen das Ehrenamtsforum eröffnet, haben sich bereits viele Besucher eingefunden, um sich über das große Angebot von Vereinen und Initiativen zu informieren. „Wir hoffen, dass sich der eine oder andere zum ehrenamtlichen Engagement entschließen kann“, beschreibt Claudia Lack, Leiterin der Stabsstelle Ehrenamt, das Ziel der Veranstaltung. Hunkel lobt das große ehrenamtliche Engagement vieler Bürger in der Hugenottenstadt, die sonst nicht so lebenswert wäre, wie sie nun mal ist. Er dankt allen, die an den Infoständen, für ihre gute Sache werben und selbst tagtäglich mit bestem Beispiel voran gehen.

Mit dabei ist auch Michael Jung-Mazura vom Technischen Hilfswerk (THW). „Wenn es bei einem drohenden Deichbruch auf jede Minute ankommt, dann wird das stundenlange Befüllen von Sandsäcken zu einer schweißtreibenden Angelegenheit“, erinnert er sich an so manchen Einsatz gegen Hochwasser. Wie die kleinen Säckchen möglichst schnell befüllt werden, das können Besucher beim THW ausprobieren. „Ich hoffe, dass wir junge Menschen für uns gewinnen können, denn es wird immer schwerer, Leute zu finden, die sich binden wollen“, so Jung-Mazura.

Dann kommt Subhieh El-Ghoj mit einer Gruppe von Flüchtlingen aus der Erstaufnahmeeinrichtung. Vorbei an den Ständen des Fördervereins der Friedrich-Fröbel-Schule mit Ingrid Bickmann, der DRK-Kleiderkammer und der Philharmonischen Gesellschaft führt El-Ghouj die Gruppe zum Internationalen Frauentreff. Dort treffen sie auf Jutta Loesch und andere bereits bekannte Gesichter. Die Atmosphäre wirkt gelöst. „Ihr könnt auch mitmachen“, erklärt Subhieh El-Ghoj den Frauen aus Homs und anderen Städten des Bürgerkriegs in Syrien. Am Stand des Kinderzirkus Wannabe, wo Matze gerade seine Diabolo-Kunst zeigt, können sie sogar ein wenig lachen.

Am Stand der „Kümmler“, gibt es viele Infos über den ältesten Gesangverein der Stadt. Viele Fotos zeugen von tollen Reisen des Vereins und von den berühmten Fastnachtssitzungen. Die Mission Leben mit Klaus-Dieter Meier an der Spitze, die drei Seniorenwohnheime betreut, ist ebenso vertreten wie die TSG mit ihren vielen Abteilungen oder das kürzlich neu ins Leben gerufene Repair Café.

Der Lauftreff bewirbt neben seinem Laufangebot auch das Sportabzeichen. Beim Weltladen macht das Team um Rosmarie See auf den „Fairen Handel“ aufmerksam und auch beim VdK gibt es zahlreiche Informationen. Rückendeckung durch ein lebensgroßes Modell eines Mitglieds der Hexenzunft genießt Karl-Heinz Müller vom Förderverein zur Brauchtumspflege des Isenburger Karnevals. Maria Kämper betreut den Stand von „Pro Katz“ und des BUND, Angela Ruland macht auf neue Angebote der Evangelischen Familienbildung aufmerksam: „Wir suchen besonders für Neu-Isenburg engagierte Bürger, die sich in die Betreuung von Flüchtlingsfamilien einbringen wollen, die ein Bleiberecht erhalten haben.“

„Man bekommt so vieles wieder zurück, das einem immer wieder Kraft gibt“, wirbt der Bürgermeister für das freiwillige Engagement. Ein Workshop zu Fragen des Vereinsmanagements rundet das Ehrenamtsforum ab. J lfp

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