Polizei rückt zweimal in einer Nacht aus

Zwölf Festnahmen nach Schlägereien in Flüchtlingsunterkunft

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Das ehemalige „Rundschau“-Gelände wurde zu einer Erstaufnahmeunterkunft für Flüchtlinge umfunktioniert.

Neu-Isenburg - Nach zwei Schlägereien in nur einer Nacht in der Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge nimmt die Polizei zwölf Personen fest.

Mehrere Polizeistreifen rückten in der vergangenen Nacht zweimal in die Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge auf dem ehemaligen „Rundschau“-Gelände in Neu-Isenburg aus. Gegen 0.30 Uhr meldeten Sicherheitsmitarbeiter eine handgreifliche Auseinandersetzung. Laut Angaben der Polizei sollen sich etwa 40 Bewohner in den Streit eingemischt haben. Nach Eintreffen der Beamten beruhigte sich die Lage - trotzdem wurden zwei Bewohner in eine andere Unterkunft gebracht. Eine Frau erlitt leichte Verletzungen an der Hand. Nach ersten Erkenntnissen hatte sich ein Mann in der Nähe der Damentoiletten aufgehalten. Dies sorgte offensichtlich für Empörung unter zahlreichen Bewohnern.

Gegen 2.20 Uhr wurde die Polizei erneut alarmiert, weil sich eine Schlägerei anbahnen würde. Bei Eintreffen der Polizei waren bereits fünf Personen verletzt: Ein Sicherheitsmitarbeiter hatte eine Platzwunde am Kopf, vier Bewohner waren leicht verletzt. Alle wurden zur ambulanten Versorgung ins Krankenhäuser gebracht. Die Beamten nahmen zwölf Männer vorläufig fest und fertigten Strafanzeigen. Mittlerweile sind die Verdächtigen wieder auf freiem Fuß. Die Hintergründe der zweiten Auseinandersetzung sind noch unklar, die Ermittlungen dauern an.

Bilder: Einblicke in Unterkunft für Flüchtlinge in Neu-Isenburg

dani

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