Einer, der nicht mehr weg will

Ade Clinton kämpft weiter um Asyl

+
Ade Clinton kämpft darum, bleiben zu dürfen.

Obertshausen - Als Ade Clinton nach Deutschland kommt, hat er nur das Allernötigste bei sich. Papiere nicht. Gut vier Jahre später hat er einen Pass. Die Botschaft in Kamerun, dem Land, in dem er geboren und in dem sein Vater ermordet wurde, hat ihm das Dokument ausgestellt. Von Lena Marie Jörger 

Clinton musste dazu nach Berlin fahren. „Mehrere Monate hat es gedauert, bis der Pass da war“, sagt er. Und: „Ich bin froh, dass wir das alles hingekriegt haben.“. „Wir“, das sind seine Verlobte Sabrina und er. Seit Jahren kämpfen die beiden darum, dass Ade Clinton in Deutschland bleiben kann. Der Asylantrag wurde mehrfach abgelehnt. Mittlerweile haben mehr als 33.000 Menschen die Petition unterzeichnet, die Sabrina gestartet hat. Beim zuständigen Ausschuss des Landtages sei die Petition schon eingegangen, sagt Clinton. Darüber entschieden wurde bislang noch nicht. Für die enorme Unterstützung, die er dank der Petition bekommen hat, ist er äußert dankbar. „Das macht mich sehr glücklich!“

Lesen Sie dazu auch:

Ein undenkbares Foto

Link zur Petition auf Change.org

Die Behördengänge haben für den Obertshausener aber vorerst kein Ende. Er mussnoch mehrere Dokumente beantragen, um heiraten zu können – was er aber, wie er betont, nicht tue, um das Aufenthaltsrecht zu bekommen. Mitte Januar läuft Clintons Aufenthaltsgestattung aus. „Ob sie verlängert wird, weiß ich noch nicht“, sagt er. „Jetzt warte ich erst einmal.“ An Weihnachten fanden bei dem jungen Paar die Kulturen beider Länder, Kameruns und Deutschlands, einen Platz. „Ich habe etwas Afrikanisches gekocht“, erzählt Clinton. Außerdem sei er in der Kirche gewesen: „Das ist für mich sehr wichtig.“

Die 16 größten Ängste der Deutschen

Die 16 größten Ängste der Deutschen

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion