Fünf Listen zum Stichtag eingegangen

AfD stellt sich in Obertshausen nicht zur Wahl 

Über mögliche neue Mehrheiten in der Stadtverordnetenversammlung entscheiden die Wähler am 14. März.
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Über mögliche neue Mehrheiten in der Stadtverordnetenversammlung entscheiden die Wähler am 14. März.

Fünf Parteien bewerben sich bei der diesjährigen Kommunalwahl am 14. März um die Sitze in Obertshausens Stadtverordnetenversammlung. Sie alle haben ihre Kandidatenlisten zum Stichtag Anfang der vergangenen Woche beim Wahlausschuss eingereicht. Dieser muss die Wahlvorschläge nun noch formal bestätigen, was in der Regel jedoch als Formsache gilt. Der Ausschuss tagt am kommenden Freitag, 15. Januar.

Obertshausen – Und nachdem die Frist zur Einreichung von Wahlvorschlägen inzwischen abgelaufen ist, steht eines bereits fest: Es wird auch in der kommenden Legislaturperiode keine AfD-Fraktion im Parlament der Kleinstadt mit Herz geben. Entgegen der immer mal wieder im Ort kursierenden Gerüchte tritt die Partei in Obertshausen nicht an.

„Bei allen fünf vertretenen Fraktionen und auch bei uns ist Aufatmen angesagt“, ist sich die Verwaltungsspitze um Bürgermeister Manuel Friedrich und den Ersten Stadtrat Michael Möser einig. „Parteiübergreifend sind alle sehr froh, dass es weiterhin keine AfD in der Stadtverordnetenversammlung geben wird“, teilen beide auf Anfrage mit.

Zur Wahl stellen sich damit jene fünf Fraktionen, die bereits in der aktuellen Stadtverordnetenversammlung vertreten sind. Auf den Ersten Stadtrat Michael Möser als Spitzenkandidaten setzen Obertshausens Christdemokraten, die mit insgesamt 37 Kandidaten die längste Kandidatenliste vorlegen. 25 Kandidaten stellt die SPD mit ihrem Spitzenkandidaten, Fraktionschef Walter Fontaine. Mit Laura Schulz bei den Bürgern für Obertshausen, Corinna Retzbach bei Bündnis 90 / Die Grünen und der Fraktionsvorsitzenden Elke Kunde bei der FDP stehen diesmal drei Frauen auf dem ersten Listenplatz (wir berichteten).

Spätestens mit der Bestätigung der Vorschläge durch den Wahlausschuss dürfte dann auch das Rennen um die Wählerstimmen Fahrt aufnehmen. Denn noch ist kurz nach den Feiertagen und aufgrund des aktuellen Lockdowns in der Stadt von Wahlkampf nicht viel zu spüren. Letzterer dürfte vor allem den für die Parteien wichtigen Straßenwahlkampf ausbremsen, bei dem die Mitglieder traditionell den Dialog mit den Wählern suchen. „Sie entscheiden darüber, wer in den nächsten fünf Jahren als Stadtverordneter die Zukunft gestaltet“, wirbt Rathauschef Manuel Friedrich bei den Bürgern, von ihrem Wahlrecht gebrauch zu machen.

Seit dem Bruch der Koalition aus CDU und SPD – letztere hatte das Bündnis im Oktober 2019 für beendet erklärt – wird in der Stadtverordnetenversammlung mit wechselnden Mehrheiten entschieden. (Von Thomas Holzamer)

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