Waldkindergarten benötigt Sitzgarnituren

Aktion „Klingelnde Vereinskassen“: Bänke für kleine Naturforscher

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Die Kleinen der Waldkindergärten sind viel in freier Natur unterwegs und haben daran sichtlich Spaß.

Obertshausen - Die Vorstellung der Projekte, mit denen sich Obertshausener Vereine um Geld aus den vom Holzland Becker und unserer Zeitung mit 7500 Euro gefüllten „Klingelnden Vereinskassen“ bewerben, geht mit dem Waldkindergarten des Ortsvereins der Arbeiterwohlfahrt (Awo) weiter.

Senioren- und Behindertenhilfe, Pflegedienst oder der Waldkindergarten – das Aufgabenspektrum der Awo Obertshausen ist ebenso vielfältig, wie die Menschen um die sich das Team kümmert. Im Jahr 1945 gegründet, hat sich der Ortsverein seit Anfang der Achtzigerjahre zum sozialen Dienstleistungsunternehmen entwickelt. So ist der operative Bereich seit 2005 in eine gemeinnützige GmbH ausgelagert, zu der unter anderem der ambulante Pflegedienst gehört. Eine eigene Immobilien GmbH verwaltet seit 2006 das betreute Wohnen im Horst-Warnecke- und Horst-Kopp-Haus.

Einer der Schwerpunkte des Ortsvereins ist das Engagement für Kinder uns Jugendliche. Neben der regulären Jugendarbeit im Verein steht dabei vor allem der Wildkindergarten, der 2002 in Obertshausen gegründet wurde und auf eine Elterninitiative zurückgeht. Ein paar Jahre später wechselten die „Wilden Erdbären“ an der Laakirchener Straße unter das Dach der Awo. Nachdem die Nachfrage nach Betreuungsplätzen stetig steigt – aktuell habe man 100 Kinder auf der Warteliste stehen –, entschloss sich der Ortsverein, eine neue Gruppe in Obertshausen ins Leben zu rufen, erläutert Ortsvereisvorsitzender Rudolf Schulz (wir berichteten).

Diese eröffnet mit 20 Kindern voraussichtlich im Oktober und hat ihren Platz im Waldpark im Stadtteil Hausen. Dort findet die Gruppe mit Spielgeräten und den Wasserspielen gute Voraussetzungen. Betreut werden die Kinder dort an der frischen Luft von zwei Erzieherinnen sowie zwei Auszubildenden. Und wenn es draußen einmal stürmt und gewittert, findet die Gruppe in einem Raum des nahegelegenen Feuerwehrhauses an der Schillerstraße ein Dach über dem Kopf. Am zukünftigen Platz im Waldpark bietet ein Bauwagen alles, was im täglichen Betrieb so benötigt wird. In dem mobilen Zuhause darin lässt sich auch das eine oder andere unterbringen. Denn ganz ohne Material kommt auch der Waldkindergarten, in dessen Konzept die Natur zum Lehr- und Spielplatz wird, freilich nicht aus. Und in den Kauf eben jener Ausstattung soll auch das erhoffte Preisgeld aus der „Klingelnden Vereinskasse“ fließen.

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Ermöglichen würde es der Awo die Anschaffung spezieller „Kinderfestzeltgarnituren“, die sich wie ihre großen Vorbilder schnell und unkompliziert auf- und abbauen sowie transportieren lassen. Die kleinen Bänke verfügen neben einer Lehne auch über eine Kippsicherung, sodass der Nachwuchs damit nicht nach hinten umfallen kann. Wer sich für das Konzept des Waldkindergartens interessiert, kann sich Mittwoch, 22. August, vormerken: An diesem Tag stellt die Awo das Konzept, den künftigen Standort und das Erzieherteam der neuen Waldkindergartengruppe vor. Auch Anmeldungen können gleich ausgefüllt werden.

Die zehn Finalisten der Aktion „Klingelnde Vereinskassen“ sind auf holzlandbecker.de aufgelistet. Abgestimmt werden kann allerdings nur auf der Facebook-Seite des Sponsors. Gevotet werden kann bis zum 15. Oktober.

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