Verkehrssicherheit für Fußgänger an L 3117

Ampel anstatt Zebrastreifen

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Die Arbeiten an der Kreuzung der Seligenstädter und Bürgermeister-Mahr-Straße am Verkehrsknoten der L 3117 laufen: Die Ampelanlage wird erweitert und der Zebrastreifen entfernt.

Obertshausen - Ampel anstelle von Zebrastreifen – um für eine höhere Sicherheit für Fußgänger zu sorgen, werden die Markierungen auf der Fahrbahn an der Kreuzung der Seligenstädter und Bürgermeister-Mahr-Straße gegen eine Ampel ausgetauscht.

Das Thema Verkehrssicherheit beschäftigt auch die „Bürger für Obertshausen“. Der Verkehrsknoten an der Landesstraße 3117, an dem sich die Seligenstädter und die Bürgermeister-Mahr-Straße kreuzen, ist für Fußgänger und Fahrradfahrer nicht einfach zu überqueren. Raser und unachtsame Autofahrer machen das Wechseln der Straßenseite zur Herausforderung. Aber auch fehlende Beleuchtung an den Zebrastreifen wird zur Gefahr.
Die Straßenverkehrsordnung sieht daher „außerhalb geschlossener Ortschaften keine Fußgängerüberwege beziehungsweise Zebrastreifen vor“, erläutert Bürgermeister Roger Winter. Daher stand bereits fest, dass die Markierungen entfernt werden müssen. Um festzustellen, ob ein Ersatz nötig wird, gaben Hessen Mobil und der Kreis Offenbach eine Verkehrszählung in Auftrag.

Zu wenig Fußgänger und Radfahrer überquerten am ausgewählten Werkstag die Straße. Nicht genug in den Augen von Hessen Mobil und des Kreises, um einen Ersatz für den Zebrastreifen, der entfernt werden muss, anzulegen. Die Folge: Die Straße könne weder von Spaziergängern noch von Radlern ohne Gefahr überquert werden.

Dies widerspricht der Vermutung der Stadt Obertshausen, dass der Übergang, entgegen der Auffassung von Hessen Mobil und des Kreises, häufig genutzt wird. Die Stadt gab selbst eine Zählung in Auftrag, die dies bestätigte: An einem Sonntag überquerten, während der Spitzenzeiten, mehr Fußgänger und Fahrradfahrer die Kreuzung, als an dem zuvor geprüften Werktag zusammengenommen.

„Die Vergleichswerte überzeugten die Verantwortlichen bei Hessen Mobil, dass eine gesicherte Querung erforderlich ist“, heißt es vonseiten des Magistrats. Diese Woche haben die entsprechenden Arbeiten begonnen: Anstelle der Markierungen auf der Fahrbahn werden zusätzliche Ampeln den Übergang sichern. Die Bauarbeiten sollen bis Freitag, 26. Januar, beendet sein. In der Zeit kann es zu Verkehrsbehinderungen kommen.

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Die nächsten Arbeiten zum Thema Verkehrssicherheit könnten direkt im Anschluss beginnen, zumindest aus der Sicht der „Bürger für Obertshausen“. Besseren Schutz für Fußgänger – in diesem Fall vor allem der jungen Stadtbewohner – fordern sie an der Waldstraße zwischen Quer- und Schulstraße. „Aufgrund der Enge und der vielen parkenden Fahrzeuge kann die Straße meist nur abwechselnd von einer Fahrtrichtung genutzt werden“, stellen die Bürger fest. Anstatt sich mit dem Gegenverkehr zu verständigen, wer Vorfahrt hat, nutzen die Fahrer den Bürgersteig als erweiterte Fahrbahn, so die Partei. Vor allem gefährlich sei diese Situation an der Joseph-von-Eichendorff-Schule, die an der Kreuzung von Schul- und Waldstraße ist. „Einen Bürgersteig zu überfahren mit dem zusätzlichen Wissen, dass Schulkinder diesen Fußweg benutzen, ist untragbar“, sagt Fraktionsvorsitzender Rudolf Schulz.

Die Lösung könne, laut den Bürgern, Leitelemente – sogenannte Fähnchen – sein, die verhindern, dass Autos über den Bürgersteig fahren und damit „das Verhalten der Verkehrssünder endlich verhindern“, so Schulz. (yfi)

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