Viel Platz für die neue Gruppe

Arbeiterwohlfahrt eröffnet weiteren Waldkindergarten

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„An dieser Stelle wird der Waldkindergarten entstehen.“ Rudolf Schulz, Vorsitzender des Obertshausener Ortsverbands der Arbeiterwohlfahrt, zeigt, wo bald Drei- bis Sechsjährige die Natur erkunden und im Grünen herumtollen werden.

Obertshausen - Seit 16 Jahren gibt es einen Waldkindergarten in Obertshausen. Die Arbeiterwohlfahrt hat Erfolg mit dem Konzept und eröffnet nun einen weiteren in Hausen. Von Lisa Schmedemann 

Zwischen den Bäumen 333, 334 und 335 werden künftig Laubsuppe gekocht und Sandkuchen gebacken. In dieses Dreieck im Waldpark Hausen wird ein großer, grüner Bauwagen einziehen und mit ihm etwa 20 Kinder im Alter zwischen drei bis sechs Jahren. Der nun achte Waldkindergarten der Arbeiterwohlfahrt (Awo) Obertshausen bietet vom 1. Oktober an Platz zum Toben, Erleben und Spielen in der Natur.

Seit den 1990er Jahren etabliert sich das Konzept in Deutschland. Im Jahr 2002 hielt es Einzug in Obertshausen. „Damals war der Waldkindergarten noch eine Elterninitiative“, erläutert Rudolf Schulz, Vorsitzender des Awo-Ortsverbandes. Die heutigen „Wilden Erdbären“ an der Laakirchener Straße seien dann ein paar Jahre später unter das Dach des Vereins gekommen. Die Nachfrage wurde größer: Es folgten Waldkindergärten in Mühlheim, Hanau und Großkrotzenburg. Etwa 30 Mitarbeiter zählt die Awo in und um die Waldkindergärten. „Aktuell stehen 100 Kinder auf der Warteliste, da mussten wir reagieren“, berichtet Schulz. In Hausen sei man schließlich fündig geworden, nachdem die Bedingungen geklärt waren.

Der Waldpark an der Tempelhofer Straße wird Standort für die Kinderbetreuung.

„Man kann ja nicht einfach einen Bauwagen in den Wald stellen und los geht’s“, betont der Vorsitzende. Er geht einige Schritte vom Weg ab, prüft noch einmal die Baumnummern. „Hier wird die neue Gruppe entstehen“, sagt er und breitet die Arme aus. Der Platz im Waldpark macht einen guten Eindruck: Die Anlage ist gepflegt und wird regelmäßig unter anderem auf Totholz geprüft.

Klettergerüste und Wasserspiele sind ein Reiz für jeden Besucher des Waldparks. An der Grenze von Stadt und Wald können die Kinder tun und lassen, was sie möchten, so scheint es. „Man hat natürlich eine Menge Auflagen, die man beachten muss“, erläutert Schulz. Die erste Adresse dazu sei die Naturschutzbehörde, die genaue Vorstellungen von der Fläche hat, die zum Kindergarten werden soll. Ein anderer Aspekt ist nicht minder wichtig: „Die Straße hoch bei der Feuerwehr haben wir einen Schutzraum für Erzieher und Kinder, wenn es mal stürmt“, sagt der Vorsitzende. „Der Platz ist ideal. Man stört niemanden und wird nicht gestört“, resümiert er.

So können Eltern das kindliche Selbstbewusstsein stärken

Von Oktober an werden zwei Erzieherinnen und zwei Auszubildende mit den Kindern im Waldpark auf Entdeckungsreise gehen. Zwischen 8 und 14 Uhr werden die Kinder betreut, einen Mittagstisch gibt es ebenfalls. Schulz: „Eltern können zwischen drei oder fünf Tagen Bio-Essen wählen.“ Interessenten können sich den Mittwoch, 22. August, vormerken: Dann stellt die Awo den neuen Standort, die Erzieherinnen und das Konzept dieser Waldkindergartengruppe vor. Anmeldungen können gleich ausgefüllt werden.

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