„Konzept zur Optimierung des Bestattungswesens“

Auch künftig drei Friedhöfe?

Obertshausen - Kann es sich die Stadt Obertshausen künftig noch leisten, die drei bestehenden Friedhöfe Im Birkengrund und am Rembrücker Weg im Stadtteil Obertshausen und an der Schwarzbachstraße im Stadtteil Hausen zu betreiben? Von Karl-Heinz Otterbein

Diese Frage wollen alle im Stadtparlament vertretenen Fraktionen und die FPD-Stadtverordnete Elke Kunde vom Magistrat beantwortet wissen. Alle Fraktionen und Elke Kunde jedenfalls haben in der jüngsten Sitzung des Stadtparlaments einstimmig den Magistrat damit beauftragt, ein Konzept zur Optimierung des Bestattungswesens und zur Reduzierung der mit der Friedhofsverwaltung verbundenen Kosten zu erstellen. Dieses Konzept soll dem Antrag zufolge dem Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsausschuss bis zum 30. Juni 2013 zu weiteren Beratung vorgelegt werden.

„Der Betrieb von drei Friedhofanlagen, jeweils mit Trauerhallen und Kühlzellen, ist kostendeckend nicht möglich“, heißt es in der Begründung des von den Fraktionen von CDU, SPD, Bündnisgrünen und „Bürgern für Obertshausen“ gemeinsam vorgelegten Antrags zur Neufassung der Friedhofsordnung. „Die enormen Fixkosten können nicht durch Gebührenerhöhungen aufgefangen werden.“

Beschlussfähige Vorlage

Mit dem Begehren hat das Stadtparlament zudem den Magistrat aufgefordert, „die tatsächlichen Voraussetzungen zu schaffen, um die Möglichkeit einer Urnenbaumbestattung auf einem Friedhof in Obertshausen einzuräumen“. Die finanziellen Mittel seien aus dem laufenden Haushalt bereitzustellen.

Außerdem soll der Magistrat bis zum 30. Juni eine beschlussfähige Vorlage der notwendigen Ergänzung der Friedhofsordnung vorlegen, damit die Möglichkeit der Urnenbaumbestattung auch rechtlich eröffnet werde. Schließlich seien auch die Gebühren für eine Urnenbaumbestattung zu kalkulieren. Zusammen mit der Ergänzung der Friedhofsordnung sei eine beschlussfähige Ergänzung oder Änderung der Gebührenordnung zur Friedhofsordnung bis zum 30. Juni 2013 durch den Magistrat vorzulegen.

Eine neue Friedhofsordnung

„Es besteht der Wunsch aus der Bevölkerung, eine weitere Bestattungsform (Urnenbaumbestattung) zu ermöglichen“, heißt es zu diesen Punkten in dem Antrag. „Diesem Wunsch kommen die Stadtverordneten nach“. In seiner jüngsten Sitzung hat das Stadtparlaments einstimmig auch eine vom Magistrat erarbeitete neue Friedhofsordnung beschlossen.

Darin ist unter anderem nun erstmals geregelt, dass auf dem Friedhof Im Birkengrund in Obertshausen ein Teilbereich für Grabstätten für Muslime genutzt werden kann. Das Muslimische Gräberfeld wird am kommenden Freitag, 30. November, um 13.30 Uhr von Vertretern der Stadtverwaltung und des Obertshausener Ausländerbeirates offiziell eröffnet.

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