Aus für den Skatepark

Keine Lösung für Platz neben der Rodauhalle

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Besonders attraktiv ist die Skateranlage neben der Rodauhalle nicht gerade. An dem Zustand wird sich auch wenig ändern, der Magistrat hat sich gegen eine große Lösung ausgesprochen.

Obertshausen - Schlechte Nachricht für die Skater in Obertshausen: Der seit langem auf dem Gelände zwischen der städtischen Sporthalle an der Rodaustraße und der Schubertstraße in Hausen geplante Skatepark wird nun doch nicht realisiert. Von Karl-Heinz Otterbein

„Der Magistrat hat sich aus finanziellen Gründen gegen die große Lösung ausgesprochen“, erläuterte Erster Stadtrat Hubert Gerhards in einem Pressegespräch. „Diese hätte rund 120.000 Euro gekostet. Und das war angesichts des sechs Millionen Euro-Defizits im laufenden Haushalt nicht finanzierbar.“

Kleiner Trost für die Skater: Der Magistrat hat 25.000 Euro bewilligt, mit denen ein oder zwei Skate-Elemente angeschafft und noch in diesem Sommer auf dem betonierten Areal installiert werden sollen. Möglichweise dürfen Skater bei der Auswahl der Elemente mitreden. „Wir haben lange hin und her überlegt und uns dann gegen die Realisierung der großen Lösung ausgesprochen“, so Gerhards. „Wenn die Stadt finanziell wieder besser dasteht, kann man die Maßnahme noch einmal überdenken.“

Workshops mit Jugendlichen

Gerhards zufolge hatte die Stadtverwaltung aufgrund eines Prüfungsantrags des Stadtparlaments nach einer Lösung gesucht, in der auch die Skater in Obertshausen miteinbezogen waren. Ein erster Workshop mit Jugendlichen hatte im Juni 2010 stattgefunden, weitere Workshops folgten.

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Macht „X-Move“ das Rennen?

Im Juli 2012 stellte dann die Firma X-Move aus Stockstadt ihren Entwurf vor, wonach auf der bereits vorhandenen etwa 50 mal 25 Meter großen Betonplatte eine rund 550 Meter große Betonschicht aufgetragen und auf dieser acht Skate-Elemente errichtet werden sollten. Zwei weitere Elemente, eine so genannte Pole und eine Flatrail sollten neben der neuen Betonplatte installiert werden.

Zunächst schien es, dass der Entwurf der Firma X-Move realisiert werden könnte, dann gab es Probleme mit dem Untergrund des geplanten Areals. Die Entscheidung wurde immer wieder verschoben, schließlich beschloss der Magistrat das Aus für das Projekt.

Video zum Skateprojekt in Obertshausen

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