Pünktlich zur elften Fastnachtskampagne

"Die Elf Babbscher" feiern ihren zehnten Geburtstag

Fastnachtsdienstag 2009 in Lämmerspiel: Die Babbscher nehmen an ihrem ersten Umzug teil. (c)Foto: p

Obertshausen - Mit einer Idee bei Kaffee und Kuchen fing alles an. Jetzt gehen „Die Elf Babbscher“ in ihre elfte Fastnachtskampagne und feiern zeitgleich auch ihren zehnten Geburtstag.

Angefangen hat alles 2001 als Idee am Wohnzimmertisch von Andreas Murmann, eines der späteren Gründungsmitglieder. Die fünfte Jahreszeit war gerade vorüber und die Anwesenden plauderten bei Kaffee und Kuchen über die Fastnacht in Obertshausen und wie sie wohl in Zukunft aussehen könnte. Warum sollte es nicht einen Karnevalsverein geben? „Fastnacht wurde zwar schon seit langem in Obertshausen gefeiert, meist aber von Chören, Sportvereinen oder Pfarrgemeinden organisiert“, so Murmann. Einen Verein, der sich speziell mit der fünften Jahreszeit befasst, gab es nicht.

Noch im gleichen Jahr fand ein erstes Treffen statt, bei dem bereits Vereinsname und Wappen entwickelt wurden. Nur zu Sechst sollte die Idee noch ein wenig reifen. Im Scherz hieß es: elf Jahre. Und wie so oft kam es dann ganz anders. Nur sieben Jahre später trafen sich die einstmaligen Ideenfinder sowie weitere Freunde in der TGS-Vereinsgaststätte „Waldschänke“ in Hausen, um „Die Elf Babbscher“ ins Leben zu rufen. Die Gründungsmitglieder, die allesamt der Katholischen Jugend Hausen (KJH) entstammten, waren Andreas und Oliver Murmann, Katrin Silber, Heiko Röhrig, Steffen Harzer, Gabriele Volpert und Michael Möser. „Die Kinderfastnacht der katholischen Jugend und die Sitzungen des Kirchenchores Hausen haben uns schon sehr geprägt“, gibt Andreas Murmann zu, den die Karnevalisten bereits im ersten Jahr zum Vorsitzenden machten.

Kurz nach Neujahr präsentierte sich der junge Verein am 16. Januar 2009 passend zur Eröffnung einer Fastnachtsausstellung im Heimatmuseum. Andreas Murmann verkündete als Gründungsvorsitzender die Existenz „des ersten Karnevalvereins der Stadt“. Der erste Kappenabend ließ nicht lange auf sich warten. Ursprünglich als private Kellerparty der damals kleinen Gruppe geplant, entwickelte er sich in wenigen Wochen zu einer Veranstaltung mit mehreren Auftritten. „Das ist so nach und nach entstanden“, erläutert Murmann. „Erst kam der Keller, dann die Band und dann auch das Programm.“ Der Vorsitzende betont: „Diese überraschenden Entwicklungen begleiten uns so ein wenig. Es hat sich immer alles ein Stück weiter entwickelt, das Interesse ist sehr groß.“

Archivbilder

Bilder: Kappenabend der "Elf Babbscher" 

In weißen Overalls und Pampers (als jüngster Verein) trat der Verein 2009 erstmals beim Lämmerspieler Fastnachtszug in Erscheinung. In den folgenden zehn Jahren entwickelte sich dieser zur festen Größe in der ObertsHausener Fastnacht. Im Jubiläumsjahr gesellt sich zu den beiden Kappenabenden im Bürgerhaus jetzt erstmals eine große Sitzung – am 9. Februar in der Mehrzweckhalle der Eichendorffschule. „Das lag für das Jubiläum einfach in der Luft“, sagt Murmann. „Wir haben immer mehr Aktive, die sich auch zeigen wollen. Außerdem werden sich auch andere Vereine an der Sitzung beteiligen.“ Er fügt an, dass „beide Stadtteile berücksichtigt werden sollen“. Kampagnenauftakt und Sitzung finden in Obertshausen statt, Rathaussturm und Kappenabende in Hausen.

Seit der Kampagne 2014/2015 stellen die Narren mit den blauen Schürzen ein Tollitätenpaar. Wieder mit Regionalbezug nennen sie es nicht Prinz und Prinzessin, sondern Comtesse und Lederbaron. In diesem Jahr mit einer weiteren Besonderheit: Baron Matthias I. und Comtesse Jutta I. sind das erste Ehepaar an der Macht (wir berichteten). Die närrischen Regenten sind bei weitem nicht allein. Deutlich mehr als 400 Karnevalisten zählen mittlerweile zur närrischen Familie. (eps)

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