Geschwindigkeit begrenzen

Bald Tempolimit auf der A3?

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Ein Tempolimit auf der A3 im Bereich der Gemarkung Obertshausen wollen die Fraktionen von CDU und „Bürgern“ erreichen.

Obertshausen - Geht es nach den Fraktionen von CDU und „Bürgern für Obertshausen“, die im Obertshausener Stadtparlament eine Kooperation bilden, wird auf der Autobahn A3 im Bereich der Gemarkung Obertshausen künftig eine Geschwindigkeitsbeschränkung eingerichtet. Von Karl-Heinz Otterbein

Die beiden Fraktionen haben jedenfalls einen gemeinsamen Antrag formuliert, wonach sich der Bürgermeister in seiner Funktion als Leiter der Ordnungsbehörde mit Hessen Mobil in Verbindung setzen soll, um eine Temporeduzierung auf der A3 zu erreichen. Dem Antrag zufolge sollte demnach in der Zeit von 6 bis 22 Uhr in dem genannten Bereich höchstens 120 Stundenkilometer schnell gefahren werden dürfen, in der Zeit von 22 bis 6 Uhr sollte eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 100 Stundenkilometern gelten.

„Durch die Zunahme von zusätzlichen Lärmquellen (Fluglärm) und erhöhtem Verkehrsaufkommen ist es wichtig, dass die Einwohner der Stadt Obertshausen aus gesundheitlichen Gründen geschützt werden“, heißt es in der Begründung des von den beiden Fraktionsvorsitzenden Robert Huber (CDU) und Rudolf Schulz (Bürger) unterzeichneten Begehrens. „Dieses kann auch durch eine Reduzierung der Geschwindigkeiten auf der Autobahn in den genannten Zeiten erreicht werden. Ziel hierbei ist die Sicherung der Wohnqualität in den betroffenen Gebieten.“

„Fakt ist, dass wir eine starke Belästigung durch Straßen- und Fluglärm haben“, sagte „Bürger“-Fraktionschef Rudolf Schulz gestern auf Anfrage. „Fakt ist auch, dass wir den Lärm nicht ganz wegbekommen. Da sind wir realistisch. Aber wir wollen versuchen, den Lärm zu reduzieren. Und eine Maßnahme ist eben die Verringerung der gefahrenen Geschwindigkeit auf der Autobahn. Weitere Maßnahmen wären der Einbau von so genanntem Flüsterasphalt und eine Verlängerung der Lärmschutzwand. Diese Maßnahmen sind aber wohl erst zu realisieren, wenn der entsprechende Autobahnabschnitt ausgebaut wird. Das kann noch einige Jahre dauern. Ein Tempolimit könnte dagegen schnell eingerichtet werden.“

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Er hoffe, dass Hessen Mobil über das Anliegen positiv entscheide, so Schulz. Wenn nicht, werde die Kooperation weiter kämpfen und Druck machen.

Er habe keine Zweifel, dass der Antrag vom Stadtparlament angenommen werde, so Schulz. Zum einen verfüge die Kooperation über die Mehrheit der Sitze, zum anderen gehe er davon aus, dass auch die anderen Fraktionen das begehren unterstützten.

Beraten wird der Antrag in den Sitzungen des Umwelt-, Verkehrs- und Bauausschusses am kommenden Montag, 28. Januar, und des Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsausschusses am Donnerstag, 31. Januar. Das Stadtparlament entscheidet dann in seiner nächsten Sitzung am Donnerstag, 7. Februar, über das Begehren.

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