„Ein weiterer Meilenstein“

Bau des DHL-Paketzentrums gestartet

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Wirtschaftsminister Florian Rentsch ließ sich vom Ersten Stadtrat Hubert Gerhards und dem Bundestagsabgeordneten Peter Wichtel (von rechts) über den Standort informieren.

Obertshausen - Für das bundesweite größte Paketzentrum, das auf dem Areal des ehemaligen Bundeswehrdepots in Obertshausen errichtet wird, hat gestern offiziell die erste Bauphase begonnen. Von Karl-Heinz Otterbein

Der hessische Wirtschaftsminister Florian Rentsch legte zusammen mit Vertretern der Post-Tochter DHL und des Generalunternehmer Bremer AG sowie Obertshausens Erstem Stadtrat Hubert Gerhards in einer kleinen Feierstunde den Grundstein für das Zentrum, in dem nach seiner Gesamtfertigstellung im Sommer 2015 pro Stunde 50.000 Pakete sortiert werden sollen.

Nach Angaben von Uwe Brinks, Produktionschef der DHL, sollen die Baumaßnahmen im ersten Quartal 2014 abgeschlossen sein und nach Einbau der Sortiertechnik werde das Paketzentrum im Herbst 2014 mit dem Betrieb starten.

Verkehrsprobleme an der A3

Bis zur Inbetriebnahme des Zentrums soll auch eine theoretische Lösung der Verkehrsprobleme rund um den Autobahnanschluss Obertshausen an die A3 gefunden sein, erläuterte Wirtschaftsminister Rentsch auf eine entsprechende Frage. Hessen Mobil sei derzeit mit dem Bund und betroffenen Kommunen im Gespräch.

„Wir müssen und wir werden eine Lösung finden“, so Rentsch. „Es wird aber keine Schnellschüsse geben. Wir brauchen ein Gesamtkonzept, es gibt aber noch nichts Konkretes.“ Wann die Baumaßnahmen zur Umgestaltung des Autobahnanschlusses beginnen könnten, vermöge er nicht zu sagen.

Zuvor hatte Erster Stadtrat Gerhards in seiner Ansprache den Minister gebeten, das Umfeld des Autobahnanschlusses verkehrlich zu verbessern. „DHL braucht dort keine Staus, sondern einen zügigen Verkehrsfluss“, sagte Gerhards, der auch darauf hinwies, dass das Ansiedlungsinteresse von DHL eine Änderung des Bebauungsplans für das Gewerbegebiet Herbäcker erforderte. Dieser Beschluss sei im Stadtparlament am 27. September 2012 einstimmig gefallen.

Ein weiterer Meilenstein

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Nach Angaben von DHL-Manager Uwe Brinks ist der Bau des Paketzentrums ein weiterer Meilenstein des neuen Paket Produktionskonzeptes der DHL. Im Fokus stünden hier neben der reinen Kapazitätssteigerung noch schnellere Laufzeiten bis zu 95 Prozent bundesweit und eine höhere Flexibilität zur Erfüllung der gestiegenen Kundenerwartungen im boomenden Paketmarkt.

Brinks zufolge wird in Obertshausen neben dem Sortierzentrum auch eine direkt angebundene Zustellbasis entstehen, die ebenfalls dazu beitragen werde, die Laufzeiten der Pakete weiter zu verkürzen. An dem neuen Standort sollen insgesamt rund 600 Arbeitsplätze entstehen, sowohl in der Sortierung von Paketen als auch in der Zustellung. Laut Brinks investiert das Unternehmen in das Zentrum einen zweistelligen Millionenbetrag. Allein das Gebäude werde knapp 40000 Quadratmeter umfassen. Der Neubau in Obertshausen sei Teil einer Gesamtinvestition von insgesamt 750 Millionen Euro, mit der die DHL ihr Paketnetzwerk bundesweit modernisiere und ausbaue. Bis zum Jahr 2015 erhöhe der Marktführer dadurch die Leistungsfähigkeit der Paketproduktion noch einmal deutlich.

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