Bauhof vor Rekordsaison

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Bauhofmitarbeiter Nevzat Tuyan reparierte gestern auch in der Theodor-Körner-Straße in Obertshausen durch den Frost entstandene Fahrbahnschäden. Nach dem Auftragen des speziellen Kaltasphalts wässerte und verdichtete Tuyan das Material. Nach fünf Minuten konnte die reparierte Stelle dann wieder befahren werden.

Obertshausen ‐ Der Winter 2010/2011 könnte für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des städtischen Bauhofs einen neuen Rekord bringen - die Saison mit den meisten geleisteten Winterdienststunden nämlich. Von Karl-Heinz Otterbein

Wie Bauhofleiter Stefan Reinl gestern bei einem Pressegespräch erläuterte, haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bauhofs in der laufenden Saison von ende November 2010 bis zum 6. Januar dieses Jahres an bislang 39 Einsatztagen genau 3926 Stunden Winterdienst geleistet. In der bisherigen Rekordsaison der vergangenen sechs Jahre, im Winter 2009/2010, wurden an 46 Einsatztagen 4823 Winterdienststunden geleistet. Schlusslicht in dieser Statistik war der Winter 2006/2007, für den Bauhofleiter Reinl gerade einmal drei Einsatztage mit 117 geleisteten Winterdienststunden aufgelistet hat.

„Der Winter ist erst zur Hälfte vorbei“, so der Bauhofleiter. „Vor allem der Dezember war sehr schneereich und der Schnee war sehr nass. Daher sind wir auch zu Schneebruch-Einsätzen gerufen worden. Wir mussten sogar eine Nacht lang die Tempelhofer Straße wegen umgestürzter Bäume sperren.“

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Sollte der Winter zurückkommen und mit Schnee und eis für glatte Straßen und Gehwege sorgen, sei der Bauhof gut gerüstet, erläuterte Erster Stadtrat Hubert Gerhards, der die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die bisher geleistete Arbeit ausdrücklich lobte. „Unser Straßennetz ist rund 75 Kilometer lang“, so Gerhards. „Da ist eigentlich klar, dass wir nicht in allen Straßen Schnee räumen können. Vor Privatgebäuden müssen ohnehin deren Besitzer dafür sorgen dass die Gehwege geräumt und gegebenenfalls gestreut werden.“

Während Privatleute zum Streuen in erster Linie Splitt verwenden sollten, setzt man beim Bauhof auf Streusalz.

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„Wir haben in der laufenden Saison bislang 140 Tonnen Streusalz verbraucht“, erläuterte Bauhofleiter Stefan Reinl. „Salz lässt sich im Unterschied zu Splitt mit modernen Streugeräten gezielt ausbringen und ist zudem viel sparsamer zu verwenden. Ein Kilo Salz reicht für etwa 70 Quadratmeter Straße, ein Kilo Splitt gerade einmal für zehn Quadratmeter. Auch ist die Entsorgung von Splitt nach der Wintersaison sehr aufwendig und teuer. Daher verwenden wir im Bauhof seit drei Jahren keinen Splitt mehr. Gegenwärtig haben wir im Bauhof fast 70 Tonnen Streusalz gelagert, Engpässe erwarten wir daher nicht.“

Die Mitarbeiter des Bauhofs leisten indes in der kalten Jahreszeit nicht nur Winterdienst, sie beheben auch Schäden, die der Frost am Straßenbelag angerichtet hat.

„Wir haben in den vergangenen Tagen schon einige Fahrbahnschäden im Stadtgebiet repariert“, sagte Reinl. „Schäden werden uns in der Regel nach Begehungen durch den zuständigen Bauamtsmitarbeiter Norbert Perl gemeldet. Wenn die Witterung es zulässt, werden die Löcher mit einem speziellen Kaltasphalt gefüllt, der nach dem Auftragen gewässert und dann verdichtet wird. Nach fünf Minuten ist die reparierte Stelle dann wieder befahrbar.“ Kaltasphalt wird Reinl zufolge nur bei kleineren Löchern eingesetzt. Größere Reparaturen erfolgten nach dem Ende der Frostperiode.

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