Endlich alles neu im Mai

Beethovenpark wird bald wieder eröffnet

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Es sind etliche kleinere Handgriffe, die im Beethovenpark noch zu tun sind.

Obertshausen - Es war ein langes Hin und Her, bis die Planung für den Beethovenpark stand. Mal stritt die Politik um die Gestaltung des Spielplatzes, mal um den Erhalt des Kiosks. Am Ende scheint von Mai an doch alles gut zu werden. Von Rebecca Röhrich 

Noch türmen sich kahle Erdhügel im Beethovenpark, der seinem klangvollen Namen bald auch optisch gerecht wird. Wenn alles nach Plan läuft, können dort schon im Mai Kinder toben, Senioren turnen und der gemeine Bürger auf einer der zahlreichen Sitzbänke zum Verweilen Platz nehmen. Stadtrat Hubert Gerhards macht weniger einen frohlockenden, als vielmehr einen erleichterten Eindruck beim Rundgang über das Gelände. „Die Diskussionen gingen sehr lange“, sagt er und blickt über die noch unfertige Baulandschaft.

Der vergossene Fallschutz, damit ist der weiche Boden rund um die Spielgeräte gemeint, ist schon fertig. Die Form einer Armbanduhr ist schon deutlich zu erkennen, für die Tasche, auf der die Rutsche befestigt ist, braucht man noch etwas mehr Phantasie. Das Thema Leder hat nun doch noch seinen kleinen, aber feinen Platz im Stadtpark gefunden. Unübersehbar im Kletterturm, der sich laut Gütesiegel im „Echten Leder“ präsentiert.

Die Sportgeräte für Senioren sind schon fertig, sie stehen im hinteren Teil des Parks. „Da fehlen nur noch die Schilder, die erklären, wie man die Geräte richtig nutzt“, sagt Corinna Pestka, beim Obertshausener Bauamt für die Spielplätze der Stadt zuständig. Wichtig sei vor allem die leichte Bedienung, sagt Pestka. Sie sollen den älteren Bürger helfen, ihren Körper in Schwung zu halten. Damit das „Trimm-Dich“ für Senioren auch rege genutzt wird, sei der Kontakt zum Seniorenzentrum bereits hergestellt, erläutert Gerhards, während man auf den noch unbefestigten Wegen durch den Park spaziert. Noch säumt braune Erde den Wegesrand. Gesät wurde aber bereits; bald wird es grün.

Die Rollschuhbahn, die gegenüber des Spielplatzes viele Kindergenerationen auf unterschiedliche Weise nutzten, kommt nicht mehr wieder. Die Zeiten sind vorbei. Auch wurde der abgerissene Kiosk nicht ersetzt. „Das alte Gebäude war nicht mehr sanierbar“, betont Gerhards, für eine neue Lokalität für Erfrischungen habe die Stadt kein Geld. Wo einst Getränke, Tabak und Snacks verkauft wurden, werden künftig Bäume Schatten spenden. Doch die Planer gewähren dem Traum eines neuen Kiosks im Beethovenpark ein klitzekleines Hintertürchen. Die Wasseranschlüsse ruhen noch in der Erde und auch die Bäumchen, die momentan noch auf der Baustelle darauf warten eingepflanzt zu werden, würden sich problemlos umpflanzen lassen, erläutert Gerhards.

Bilder vom Tag der Vereine in Obertshausen

Nach sieben Jahren Planung scheint er nun endlich fertig zu werden, der kleine Park im Herzen der Stadt. Und dann auch noch im Wonnemonat. Wie heißt es doch so schön? „Alle neu macht der Mai“, zumindest in Obertshausen wird er seinem Namen alle Ehre machen.

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