Forderung nach „massiv besseren Lösungen“

„Bürger für Obertshausen“ befassen sich mit Zuständen auf den drei Friedhöfen der Stadt

Unterwegs auf den Friedhöfen der Stadt: Die Bürger für Obertshausen haben sich Eindrücke vom Zustand der letzten Ruhestätten verschafft.
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Unterwegs auf den Friedhöfen der Stadt: Die Bürger für Obertshausen haben sich Eindrücke vom Zustand der letzten Ruhestätten verschafft.

Bei einer Begehung aller drei Friedhöfe in der Stadt haben sich Fraktion und Verein der „Bürger für Obertshausen“ (BfO) ein Bild von den Ruhestätten gemacht. Otmar Becker vom gleichnamigen Bestattungsunternehmen hat mit den Lokalpolitikern über die Umstände bei Trauerfeiern und Beisetzungen, die aktuelle Situation der Gebäude und der kompletten Anlagen diskutiert. Dabei habe man oberflächlich feststellen können, „dass die kompletten Anlagen subjektiv in einem guten Zustand sind“, meinen die „Bürger“.

Obertshausen – Die Beisetzungsmöglichkeiten seien umfassend und schließen mit Beisetzungen in Einfach- und Mehrfachgräbern, Urnengräbern und -stelen sowie Urnenbestattung an Bäumen alle Möglichkeiten ein. Magistratsmitglied Ahmet Karakus hob die Möglichkeit hervor, dass für die Einwohner mit muslimischem Glauben ein Bereich zur Beisetzung nach islamischem Ritual auf dem neuen Friedhof geschaffen wurde.

Auf dem alten Friedhof am Rembrücker Weg habe Bestatter Becker darauf verwiesen, dass die bestehende Trauerhalle für die Logistik bei Beisetzungen erforderlich sei und bestehen bleiben solle. Die darin bestehende Technik sei jedoch veraltet und sollte erneuert werden, damit diese in einem funktionsfähigen Zustand gesetzt werde. „Bürger“-Vorstandsmitglied Wolfgang Krastel befand, dass der Zustand der gesamten Anlage bei genauerem Hinsehen, einen ungepflegten und dem Ort nicht angemessenen Eindruck mache. Dort gelte es, an vielen Stellen nachzubessern. Auch habe man festgestellt, dass an einigen Stellen bauliche Verbesserungen erforderlich seien, um Verletzungsgefahr nicht nur zu verringern, sondern auszuschließen, berichten die „Bürger“.

Beim neuen Friedhof „Im Birkengrund“ habe man nicht den Eindruck, einen würdigen Ort zu betreten. Die Außenanlagen im Eingangsbereich seien schmuddelig und vermittelten keinen guten Eindruck. Besucher hätten den „Bürgern“ berichtet, dass in der Trauerhalle eine „unangenehme Geruchsbelästigung“ festzustellen sei. Auch das lasse nach Auffassung der BfO darauf schließen, dass dort wenig gepflegt wird.

Der Friedhof an der Schwarzbachstraße in Hausen habe oberflächlich betrachtet den besten Eindruck vermittelt. Doch seien die Sanitäranlagen den Besuchern nicht zuzumuten. Da gelte es, fordern die BFO, „massiv bessere Lösungen zu finden“. „Es ist nicht hinnehmbar, dass Besucher für einen Toilettenbesuch an eine der anliegenden Firmen verwiesen werden.“ Auch die Hinweise auf Öffnungszeiten seien deplatziert, wenn die Eingangstore nicht geschlossen werden können. Der hinter dem Friedhof liegende Lagerplatz lasse darauf schließen, dass dort nicht mit Sorgfalt mit dem Eigentum der Stadt umgegangen werde. „Alles offen und zugänglich, unaufgeräumt und chaotisch.“

Man werde nun Erkenntnisse und Anregungen in einer Anfrage und einem Antrag in die Stadtverordnetenversammlung einbringen, damit die aktuellen Zustände verbessert werden und der Würde der Örtlichkeit entsprechen, kündigt Fraktionsmitglied Laura Schulz an. (ron)

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