Häufigere Abfuhr als Lösung

BfO wollen Vermüllung stoppen

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Der Platz um die Niederflurcontainer an der Windthorststraße blieb bisher von illegal abgeladenem Müll weitgehend verschont.

Obertshausen - Überfüllte Container und illegal abgeladener Müll im Stadtgebiet sorgen regelmäßig für Diskussionen. Die Bürger für Obertshausen fragen jetzt beim Magistrat nach.

Wildwuchs, überfüllte Papier- und Altglascontainer und illegal abgeladener Müll – die Verschmutzung des öffentlichen Raumes in Obertshausen sorgt regelmäßig für Beschwerden von Bürgern der Stadt. Und nicht selten wird das Thema in den sozialen Medien heiß diskutiert. Auch Stadtparlament und Verwaltung treibt diese Problematik um. So hatte die Fraktion der Bürger für Obertshausen (BfO) im vergangenen Jahr die Einrichtung einer Müllhotline zum städtischen Bauhof gefordert, die den Obertshausenern unbürokratisch das Melden solcher Müllfunde ermöglichen sollte. Die Stadtverordnetenversammlung entschied sich in der Folge für die Einführung eines digitalen „Mängelmelders“, der den Bürgern das Melden von illegal abgeladenem Unrat und Schäden im Stadtgebiet, etwa defekten Straßenlaternen, erleichtern soll (wir berichteten). Seitdem sind ein paar Monate in Land gegangen. Der Mängelmelder ist zwar geplant, jedoch noch nicht eingeführt. Jetzt fragen die „Bürger“ nach. „Wann ist mit dem Einsatz des Mängelmelders zu rechnen?“, wollen sie von der Verwaltung wissen und haben dazu eine Anfrage an den Magistrat gestellt.

Neben der Frage nach dem Mängelmelder möchte die die BfO-Fraktion von der Verwaltung auch eine Bestandsaufnahme zum Thema Verschmutzung rund um die einzelnen Containerstandorte im Stadtgebiet sowie deren Zahl – verbunden mit einer Einschätzung, ob und an welchen Stellen zusätzliche Container benötigt würden. Auch sei die Frage, ob die Verwaltung eine „notwendige Verbesserung in der Nutzung beziehungsweise Leerung und Kontrolle der Glas- und Papierbehälter im Hinblick auf eine bessere Taktung der Leerungsintervalle sieht“, heißt es in einer Mitteilung der „Bürger“.

Dabei hätte die Fraktion von der Stadt gerne eine Einschätzung, inwiefern der Einsatz von Niederflurcontainern, wie sie bereits an der Windthorststraße im Einsatz sind, die aktuelle Situation verbessern könnten und ob derzeit weitere Umrüstungen auf solche Behälter im Stadtgebiet geplant seien. So habe man den Eindruck gewonnen, dass an diesem im Vergleich zu den herkömmlichen Containerstellplätzen weniger Unrat abgeladen werde, erläutert BfO-Fraktionsvorsitzender Rudolf Schulz. Daher sei eine Auswertung der bisherigen Erfahrungen am Kapellenhof durchaus interessant.

Effektiv Müll vermeiden: So geht's

Gleichzeitig sei es nach Ansicht der Bürger für Obertshausen jedoch wichtig, dass die Verwaltung Gespräche mit dem beauftragten Abfuhrunternehmen führe. Dazu wollen die „Bürger“ wissen, wann und mit welchem Ergebnis dies getan werde. Zu bestimmten Zeiten könnten auch kürzere Abstände zwischen den Leerungen der Container für eine Entspannung der Situation sorgen, ist sich Schulz sicher. Denn es reiche nicht aus, die Bürgerinnen und Bürger zu informieren, wie sie sich verhalten sollen. „Die Verwaltung muss auch ihre Hausaufgaben machen”, fordert er.

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