Zukunftskonzept gefordert

Bürger für Obertshausen: Sorge um Feste und Plätze

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Vor allem die Kombination mit dem Musikprogramm auf der Bühne macht das Obertshausener Weinfest auf dem Platz an der Vogelsbergstraße alljährlich zu einem Publikumsmagnet, der auch eine Vielzahl von Gästen aus der Region anzieht.

Obertshausen - Wo findet im kommenden Jahr das Weinfest statt, fragen sich die Bürger für Obertshausen. Aus diesem Grund fordert die Fraktion ein Zukunftskonzept für die Festplätze und zukünftigen Veranstaltungen in der Stadt. Von Thomas Holzamer

Baustelle, marode Holzunterstände und das Thema Platz – die Frage nach der Zukunft von spanischem Waldfest, Weinfest und Co. ist es, die derzeit die Bürger für Obertshausen (BfO) umtreibt. Aus diesem Grund hat die Fraktion für die kommende Stadtverordnetenversammlung einen Antrag gestellt, der die Erstellung eines Konzeptes für die Feste und Festplätze in der Stadt fordert.

Im Zentrum steht für die „Bürger“ dabei die Frage nach einem Veranstaltungsort für das Weinfest im kommenden Jahr. „Nächstes Jahr kann unser berühmtes und überaus gut besuchtes Weinfest definitiv nicht auf dem Festplatz in der Vogelsbergstraße stattfinden, deshalb muss so zeitnah wie möglich eine Alternative gefunden werden“, erläutert der BfO-Fraktionsvorsitzende Rudolf Schulz. Dies sei den Mitgliedern des Haupt- und Finanzausschusses vergangene Woche noch einmal vom Ersten Stadtrat Michael Möser (CDU) bestätigt worden.

Obertshausen feiert auf der Kerb 2017: Bilder

Grund für den Platzmangel ist 2019 die Baustele für das neue Familienzentrum an der Vogelsbergstraße. Zwar wird dieses nur auf einem Teil des Festplatzareals errichtet, allerdings wird für die Bauzeit zusätzlich Raum für die Baustelleneinrichtung und Maschinen benötigt. Nach der Fertigstellung des Zentrums, die für 2020 geplant ist, könne das Weinfest jedoch wieder wie gehabt auf dem Festplatz stattfinden, heißt es seitens der Stadt. Für das kommende Jahr gebe es aber eine Ausweichmöglichkeit“, kündigte Möser an.

Doch auch die Umsetzung des Festes auf diesem traditionellen Platz in den folgenden Jahren steht für die „Bürger“ noch in den Sternen. „Mithilfe des Antrages soll frühzeitig gesichert werden, dass das Weinfest erhalten bleibt und ein akzeptabler neuer Standort oder ein tragfähiges Konzept am alten Platz gefunden wird, mahnt Schulz an. „Ausreichend Raum für das Weinfest nach dem Bau des Familienzentrums sehen wir mit Blick auf den vorliegenden Bebauungsplan derzeit nicht“, sagt er.

Sorgen bereiten den Bürgern zusätzlich die Festplätze an der Badstraße und am Waldpark. „Bei unserem Rundgang über die Festplätze konnten wir einige Mängel feststellen, es muss daher mithilfe eines Konzeptes dringend herausgefunden werden, welcher Lösungsvorschlag für die Festplätze wirklich kostengünstig ist und außerdem geeignet, schnellstmöglich das Angebot der Feste abzusichern“, ergänzt Fraktionsmitglied Gerold Klausgraber. Weiterhin soll das Konzept nach dem Wunsch der BfO auch Fragen wie etwa die logistische Unterstützung von Festen durch den städtischen Bauhof, den Zustand der Grillhütten oder die Presse- und Werbearbeit klären.

Obertshausen feiert auf dem Weinfest: Bilder

Bereits im Juli habe der Vereinsring Obertshausen auf den schlechten Zustand des Waldfestplatzes aufmerksam gemacht und dabei auf den staubigen oder, je nach Wetterlage, matschigen Untergrund hingewiesen.

Kritik an der Forderung nach einem Konzept und einer etwaigen Sanierung des Festplatzes gab es in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses hingegen von den anderen Fraktionen. So habe die Umfrage des Vereinsrings unter seinen Mitgliedern im vergangenen Jahr ergeben, dass das Interesse der Vereine am Waldfestplatz mit Ausnahme des spanischen Elternvereins gering sei, erläuterte Sabrina Grab stellvertretend für die CDU-Fraktion. Die Mehrzahl der Klubs haben eigene Vereinsgelände und Gaststätten, an denen gefeiert werde. Da sei die Frage, ob ein Fest im Jahr die Kosten einer Erneuerung rechtfertige.

Auch Grünen-Fraktionschef Klaus-Uwe Gerhardt zweifelte den Sinn eines eigens erstellten Konzepts an. Seiner Ansicht nach seien die Fragen der Bürger besser in einer einfachen Anfrage an die Verwaltung aufgehoben, statt aus Sicht seiner Fraktion unnötige Kosten für die Erstellung eines Konzeptes zu produzieren.

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