Jenseits der Langeweile

Bürger, Ordnung, Verkehr: Cornelia Knoke zur Oberamtsrätin ernannt 

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Erster Stadtrat Michael Möser überreicht die Beförderungs-Urkunde an Cornelia Knoke.

Obertshausen - Bei Stadtverwaltungen gibt es Akteure, die mit Einwohnern nur selten direkt in Berührung kommen. Der Fachbereich ,Bürger, Ordnung und Verkehr“ gehört sicher nicht dazu. Ganz oben angekommen ist dort Cornelia Knoke. Erster Stadtrat Michael Möser ernannte die bisherige Amt- zur Oberamtsrätin, sprich: Sie ist jetzt die Chefin.

„Solch eine Beförderung gehört zu den schönen Terminen im Arbeitsalltag“, sagt Möser. „Cornelia Knoke ist engagiert und überzeugt in ihrer Arbeit durch ein breites Fachwissen.“ Das sei auch notwendig, denn der Fachbereich umfasst eine Vielzahl an Aufgaben. Da müsse man schon den Überblick behalten können.

Knoke kann. Sie mag ihre Arbeit. Doch manchmal wünscht sie sich auch ein bisschen mehr Akzeptanz und Anerkennung von der Bevölkerung. „Was die eine Hälfte der Bürger gut findet, findet die andere Hälfte in der Regel schlecht“, erklärt die Oberamtsrätin und verweist unter anderem auf Geschwindigkeits- und Parkraumüberwachung. „Wirklich recht machen kann man es den Leuten selten.“

Vergleichsweise anschmiegsam: Vergangenes Jahr wurde die Mutter eines 19-jährigen Sohns auch zur Standesbeamtin bestellt, nachdem sie die Qualifikation dafür draufgesattelt hatte. Alles in allem stellt sie sich mit der Beförderung zur Oberamtsrätin und Fachbereichsleiterin im zehnten Jahr den Herausforderungen bei der Stadt Obertshausen. Zu ihrem Fachbereich gehören 25 Mitarbeiter und fünf Freiwillige Polizeihelfer.

Die Beamtenlaufbahn hatte Cornelia Knoke 1982 beim Regierungspräsidium Gießen, im sogenannten „gehobenen nichttechnischen Dienst“, als Inspektoranwärterin begonnen. Es folgte das Fachhochschulstudium an der Verwaltungsfachhochschule Gießen mit dem Abschluss 1985 als Diplom-Verwaltungswirtin. Aus privaten Gründen ließ sie sich schließlich zum Kreis Offenbach versetzen. Dort war sie als Inspektorin, Oberinspektorin und später beim Land als Amtsfrau für den Grundwasserschutz und die -sanierung zuständig. Nach der Elternzeit kehrte Cornelia Knoke 2001 zum Kreis zurück, widmete sich dort in der Straßenverkehrsbehörde dem Straßenverkehrsrecht.

Illegales Glücksspiel und Manipulationen: Bilder zu Kontrollen vom Ordnungsamt

Zur Obertshausener Stadtverwaltung kam sie 2008. Als stellvertretende Leiterin des Fachbereichs 3 übernahm sie unter Oskar Mürell die Fachdienstleitung für „Ordnung und Verkehr“. Ein Jahr später folgte die Beförderung zur Amtsrätin. Eine Arbeit, die ihren Reiz hat. „Bei der Vielzahl der Aufgaben in einem Ordnungsamt vom Einwohnermeldewesen über Wahlen, Feuerwehr, Straßenverkehrsrecht und Gewerbe bis hin zum Obdachlosenrecht und den Ordnungswidrigkeiten wird einem hier nie langweilig“, fasst Knoke zusammen. Und natürlich bringe diese Vielfalt auch einige Herausforderungen mit sich. „Man weiß am Morgen nie, was der Tag einem bringt. Oft werden die eigenen Planungen komplett über den Haufen geworfen. Manchmal schwierig, insgesamt aber doch unheimlich interessant.“ (mcr)

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