BI kämpft auch gegen Verkehrskrach

Leiden durch Lärmteppich

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Bild von der Gründungs der BI „Obertshausen gegen Fluglärm“.

Obertshausen - Die Einwohner von Obertshausen leiden durch einen Lärmteppich, verursacht von den Flugrouten, der Autobahn A3, der Bundesstraße B 448 und den Landesstraßen, die durch die beiden Stadtteile Obertshausen und Hausen führen. Von Karl-Heinz Otterbein

Das jedenfalls ist die Meinung der vor wenigen Wochen gegründete Bürgerinitiative „Obertshausen gegen Fluglärm“, die inzwischen ihre Arbeit aufgenommen hat. „Die BI fordert daher ein absolutes Nachtflugverbot von 22 bis 6 Uhr und eine deutliche Begrenzung und Verringerung der Flugbewegungen“, erläuterte Rudolf Schulz, Vorsitzender der Ortsgruppe Oberthausen der Naturfreunde, unter deren Federführung die BI gegründet wurde, in einem Gespräch mit unserer Zeitung. „Eine Verdoppelung der Flugbewegungen über die Köpfe der Menschen, wie geplant, soll nicht hingenommen werden.“

Schulz zufolge beschäftigt sich die BI derzeit mit dem so genannten „Lärmaktionsplan“ der hessischen Landesregierung. Dies werde auch eines der Themen beim nächsten Treffen der BI sein, das am heutigen Mittwoch, 14. November, ab 19.30 Uhr im Bistro des Horst-Warnecke-Hauses der Arbeiterwohlfahrt in der Seligenstädter Straße 43 in Hausen stattfindet. Weitere Themen sind die Ziele der BI sowie weitere Aktionen und Aktivitäten.

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„Die Bürgerinitiative bekennt sich zum Rhein-Main-Flughafen als einem wichtigen Wirtschaftsfaktor für die Region und will, dass auch in Zukunft die Region eine erste Adresse im internationalen Verkehrswesen bleibt“, erläuterte Schulz. „Sie wendet sich aber entschieden gegen die aufgestellte Gleichung, dass nur ein Ausbau des Flughafens sichere Arbeitsplätze und Wachstum garantiert“. Die Region könne ihre wirtschaftliche Stärke bewahren, wenn sie auch lebenswert für die Menschen bleibe.

Weitere Forderungen seien: Kein weiterer Ausbau der Flughäfen im Rhein-Main-Gebiet, ein integriertes europäisches Verkehrskonzept unter Einbeziehung von Luft-, Straßen-, Schienen- und Schiffsverkehr, Sitz in der Fluglärmkommission für die Stadt Obertshausen, verbesserte Lärmschutzmaßnahmen an der A 3, keine weitere Abholzung von Bäumen am Rande der Autobahn, die diese für einen Lärmschutz und ein verbessertes Klima sorgen und Ausgleichzahlungen (Entschädigung) für Wertverlust der Immobilien durch Fluglärm.

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