Bürgerinitiative wendet sich an Tarek Al-Wazir

Nicht nur Fluglärm im Visier

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Obertshausen - Der frisch gebackene hessische Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) wird in den nächsten Tagen einen Brief aus Obertshausen auf seinem Schreibtisch finden. Absender ist die Bürgerinitiative „Obertshausen gegen Fluglärm“. Von Karl-Heinz Otterbein 

„Wir werden dem Minister unsere Forderungen bezüglich der Fluglärm-Reduzierung mitteilen und ihn auch bitten, das von seinem Vorgänger Florian Rentsch unlängst aufgehobene Tempolimit auf dem Abschnitt der A3 zwischen Offenbach und Hanau wieder in Kraft zu setzen“, erläuterte BI-Sprecher Karl Heinz Bauernfeind gestern in einem Gespräch mit unserer Zeitung. „Neben dem Fluglärm ist auch der ständig wachsende Verkehr auf der A3 und der B448 Thema bei uns“.

Und die BI halte es für unabdingbar, dass auf dem genannten Autobahnabschnitt ein Tempolimit gelte. „Wir wollen, dass dort eine Höchstgeschwindigkeit von 100 Stundenkilometern gilt“, sagte Rudolf Schulz, wie Bauernfeind Sprecher der BI. „Das bislang geltende Limit von Tempo 130 war schon grenzwertig, es ganz aufzuheben, ist eine Farce.“ Die BI wolle das Augenmerk des neuen Wirtschaftsministers auch auf den Autobahnanschluss Obertshausen lenken, so Schulz. Wenn das im Bau befindliche DHL-Paketzentrum in Betrieb gegangen sei, werde es in dem gebiet noch mehr Verkehr geben. Dafür müsse eine Lösung gefunden werden.

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Das Hauptaugenmerk der BI gelte aber weiter dem Fluglärm, so Karl Heinz Bauernfeind. Es sei ein Fehler zu denken. Obertshausen sei davon nicht so stark betroffen wie andere Kommunen. So gelte weiterhin die Forderung nach einem absoluten nachtflugverbot zwischen 22 und 6 Uhr und ein Abbau der Sondergenehmigungen für Starts nach 23 Uhr. Die Bürgerinitiative werde auch im neuen Jahr an den Montagsdemos auf dem Frankfurter Flughafen teilnehmen und sich an jedem zweiten Dienstag im Monat im Naturfreundehaus im Rembrücker Weg 100 in Obertshausen treffen.

Fluglärm-Urteile für Frankfurter Flughafen

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Wer an einer Mitarbeit in der BI interessiert ist, kann sich unter 06104/79168 an Karl Heinz Bauernfeind oder unter 0171/2384-866 an Rudolf Schulz wenden.

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