Neue Kandidaten für Bürgermeisteramt

Gegner für Hubert Gerhards?

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Roger Winter

Obertshausen - Dass die CDU den langjährigen Ersten Stadtrat Hubert Gerhards ins Rennen um die Nachfolge von Bürgermeister Bernd Roth schicken wird, steht seit dem 5. April fest. Von Karl-Heinz Otterbein

Gegen wen Gerhards beim Urnengang im Frühjahr 2014 antreten wird, und ob er sich überhaupt einem Gegenkandidaten stellen muss, ist weiter offen.

Zwar gibt es in Roger Winter und Rudolf Schulz bislang zwei potentielle Bewerber. Doch sowohl der Fraktionschef der Bündnisgrünen im Obertshausener Stadtparlament als auch sein Amtskollege von den „Bürgern für Obertshausen“ halten sich noch bedeckt und haben nach eigenen Angaben noch keine Entscheidung darüber getroffen, ob sie als Kandidaten antreten. Ob die SPD einen eigenen Kandidaten ums Bürgermeisteramt ins Rennen schicken wird, steht ebenfalls noch nicht fest. Die Sozialdemokraten wollen laut ihrem Vorsitzenden Helmut Hiepe zunächst abwarten, ob Roger Winter antritt.

Sozialdemokraten warten noch ab

„Wenn Roger Winter kandidiert, kann er mit unserer Unterstützung rechnen und wir stellen keinen eigenen Kandidaten“, erklärte Hiepe auf Anfrage. „Falls nicht, ist alles neu zu überdenken und wir werden überlegen, eventuell doch einen eigenen Bewerber zu nominieren. Wir machen unsere Unterstützung von der Person Roger Winter abhängig.“

Winter selbst erklärte gestern auf Anfrage, er habe in den vergangenen Wochen viele Gespräche nicht nur mit Mitgliedern seiner eigenen Fraktion geführt. „Aus der Bevölkerung gab es viele Stimmen die mich ermutigt haben, zu kandidieren“, so Winter. „Auch freue ich mich darüber, dass mich die SPD unterstützen will. Das ist ein großer Vertrauensbeweis.“ Dennoch habe er noch keine Entscheidung getroffen. „Der Abwägungsprozess ist nicht einfach und eine Kandidatur bedeutete ja schon einen Einschnitt in mein Leben“, so Winter. „Außerdem bin ich mit meinen gegenwärtigen Job als Beamter im Revisionsamt der Stadt Offenbach zufrieden.“

Eine Entscheidung werde wohl bei der Mitgliederversammlung der Obertshausener Bündnisgrünen fallen, die am Dienstag, 18. Juni, stattfindet.

Rudolf Schulz

Noch unsicher ob er als Bürgermeisterkandidat antritt, zeigt sich auch Rudolf Schulz. „Noch steht ja nicht einmal fest, ob die „Bürger für Obertshausen“ einen eigenen Kandidaten ins Rennen schicken werden“, erläuterte Schulz auf Anfrage. „Auch wenn es nach ersten Diskussionen schon die Tendenz gibt, einen eigenen Bewerber zu nominieren“ Schulz zufolge halten sich die „Bürger“ derzeit noch diverse Optionen offen. So könnten sie als eine Möglichkeit den Kandidaten ihres Kooperationspartners CDU, den Ersten Stadtrat Hubert Gerhards, unterstützen. Oder aber Grünen-Fraktionschef Roger Winter, wenn der denn antritt. „Das wäre dann aber wohl das Aus für die Kooperation“, so Schulz. „Wir sind allerdings nach wie vor darüber verärgert, wie die CDU ihren Kandidaten gekürt hat. Das betrachten wir schon als Affront.“

Entscheidung beim nächsten Bürgertreff?

Dass er bei einer eigenen Kandidatur wohl nicht offiziell von der SPD unterstützt werden würde, stört Schulz nicht. „Es ist völlig unerheblich, was im Vorfeld von Parteivorständen beschlossen wird“, so der Fraktionschef der „Bürger“. „Eine Bürgermeisterwahl ist eine Persönlichkeitswahl. Und ich werde nur antreten, wenn ich mir auch Chancen ausrechne, zu gewinnen“.

Eine Entscheidung darüber, ob die „Bürger für Obertshausen einen eigenen Kandidaten für die Bürgermeisterwahl aufstellen, fällt möglicherweise am Montag, 10. Juni. An diesem Tag findet der nächste „Bürgertreff“ statt, bei dem noch einmal über das Thema Bürgermeisterwahl diskutiert wird.

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