Bürgermeisterwahl in Obertshausen

Den Kandidaten auf den Zahn fühlen

Obertshausen - Dass morgen in drei Wochen in Obertshausen ein neuer Bürgermeister gewählt wird, dürfte allen an Kommunalpolitik in der Kleinstadt mit Herz Interessierten inzwischen bekannt sein. Dass es tatsächlich einen neuen Bürgermeister geben wird, auch. Von Karl-Heinz Otterbein 

Denn Noch-Rathauschef Bernd Roth kandidiert nach zwei Amtsperioden nicht mehr, um seine Nachfolge bewerben sich der von der CDU aufs Schild gehobene Erste Stadtrat Hubert Gerhards (62) und der als unabhängiger Kandidat antretende Grünen-Fraktionschef Roger Winter (44). Wer von den 18527 Wahlberechtigten noch unsicher ist, welchem der beiden Kandidaten er am 9. März seine Stimme geben soll, oder wer seine Meinung über einen der beiden Kandidaten verstärken möchte, sollte sich den Donnerstagabend, 27. Februar, frei halten.

Für diesen Abend lädt die Offenbach-Post ab 19.30 Uhr zu einer von Obertshausen-Redakteur Karl-Heinz Otterbein moderierten Podiumsdiskussion ins Hausener Bürgerhaus ein, bei der die Wähler Gerhards und Winter auf den Zahn fühlen und mit Fragen bombardieren können. Gefragt werden darf alles, was den Bürgern auf den Nägeln brennt.

Fragen vorab schicken

Die Verkehrssituation im Stadtgebiet und besonders rund um den Autobahnanschluss Obertshausen (Stichwort DHL-Paketzentrum) kann ebenso Thema sein wie der Ausbau der Kinderbetreuung, die Zukunft der Vereinsförderung angesichts knapper Kassen oder die Unterbringung von Flüchtlingen. Diese Aufzählung soll natürlich nur eine Anregung sein und erhebt keineswegs den Anspruch auf Vollzähligkeit. Damit an dem Abend eine möglichst rege Diskussion in Gang kommt, rufen wir dazu auf, uns Fragen auch schon vorab zu schicken, wir werden sie sammeln, gegebenenfalls zusammenfassen und am Abend den Kandidaten stellen.

Die Fragen können per E-Mail an red.obertshausen@op-online.de geschickt werden, per Post an Offenbach-Post, Nord-Redaktion, Postfach 100263, 63002 Offenbach oder per Fax an 069/85008-298. Es ist auch möglich, die Fragen auf einem Zettel in einen der beiden Redaktionsbriefkästen zu werfen, die sich an den beiden Rathäusern an der Schubertstraße und an der Beethovenstraße befinden. Die Fragen, mit denen wir die Kandidaten erst während der Diskussion konfrontieren wollen, sollten uns spätestens am Dienstag, 25. Februar, erreicht haben.

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Mit der Podiumsdiskussion wollen wir zum einen den Obertshausenern die Chance geben, bei einer Gelegenheit beide Kandidaten gemeinsam zu erleben, die seit einigen Wochen - natürlich getrennt - Wahlkampf machen. Zum anderen möchten wir dazu beitragen die Wahlbeteiligung zu steigern, die bei der Bürgermeisterdirektwahl am 2. März 2008 bei mageren 44,9 Prozent lag. Bei der Bürgermeisterwahl sechs Jahre zuvor lag sie noch bei (auch nicht gerade berauschenden) 49,1 Prozent. Auch Gemeindewahlleiter Oskar Mürell erhofft sich von der Podiumsdiskussion einen Schub für die Wahlbeteiligung.

„Die Bürger sollten ihr Wahlrecht wahrnehmen, die Demokratie ist doch eines der höchsten Güter, das wir haben“, so Mürell. „Bislang haben weniger Leute Briefwahlunterlagen beantragt als bei vergangenen Wahlen. Vielleicht warten einige Leute die Podiumsdiskussion ab, um sich eine Meinung über die Kandidaten zu bilden.“

Rubriklistenbild: © dpa

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