Bei den Grünen herrscht nach den Trendergebnissen Feierlaune, gedrückte Stimmung bei der SPD

Obertshausens CDU bleibt trotz Verlusten stärkste Kraft

Bei der Wahlparty der Bürger für Obertshausen im Haus der Spitzenkandidatin Laura Schulz sorgten Oliver Dillen und Norbert Heil für die musikalische Unterhaltung.
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Bei der Wahlparty der Bürger für Obertshausen im Haus der Spitzenkandidatin Laura Schulz sorgten Oliver Dillen und Norbert Heil für die musikalische Unterhaltung.

Bewegung im Obertshausener Stadtparlament. Zwar bleiben die Christdemokraten nach Auszählung der Stimmzettel auf denen jeweils nur eine Liste angekreuzt wurde, trotz eines Verlustes von etwa drei Prozentpunkten gegenüber der Wahl 2016 mit 37,1 Prozentpunkten klar stärkste Fraktion, auf den zweiten Platz schoben sich aber die Grünen, die mit 20,7 Prozentpunkten ihr Ergebnis der Kommunallwahl im Jahr 2016 (11,6 Prozent) nahezu verdoppelten.

Obertshausen – Auf den dritten Platz fiel die SPD zurück, die gegenüber 2016 etwa drei Prozentpunkte verlor und auf 18,1 Prozentpunkte kam. Leichte Verluste gab es auch für die Bürger für Obertshausen (BfO) mit 16,4 Prozentpunkten gegenüber 20,1 Prozentpunkten bei der Wahl 2016. Nahezu unverändert bleibt die FDP mit 7,7 Prozentpunkten gegenüber 7,1 Prozentpunkten im Jahr 2016.

Bleibt es nach der heute beginnenden Auszählung der kumulierten und panaschierten Stimmzettel bei diesen Stimmenverhältnissen, bekommt die CDU 14 Sitze (minus 1), die Grünen bekommen sieben Sitze (plus 3), die SPD kommt auf sieben Sitze (minus 1), die Bürger auf sechs Sitze (minus 1) und die FDP bekommt wie vor fünf Jahren drei Sitze.

„Ich bin mit dem Trend zufrieden“, erklärte CDU-Spitzenkandidat Michael Möser gestern Abend auf Anfrage. „Nach dem Gegenwind, den wir in den vergangenen zehn bis 14 Tagen aus Berlin bekommen haben, war klar, dass wir Verluste erleiden würden, obwohl das bundespolitische Geschehen natürlich nichts mit der kommunalen Ebene zu tun hat. Von daher bin ich stolz und glücklich über unser Abschneiden und ich hoffe, dass wir nach dem Auszählen der kumulierten und panaschierten Stimmen noch ein paar Prozentpunkte mehr haben“.

Bei den Grünen herrscht nach den Trendergebnissen Feierlaune. Sie konnten gut neun Prozentpunkte im Vergleich zur Kommunalwahl 2016 zulegen. „Es freut mich wirklich, das muss ich erst mal verarbeiten“, sagte Corinna Retzbach, Spitzenkandidatin der Grünen.

Laut Retzbach sei der Erfolg der Grünen auf ihr Wahlprogramm zurückzuführen: „Wir haben den Menschen ein Angebot für mehr Lebensqualität und Zusammenhalt gemacht und das kam gut an.“

Bei den Sozialdemokraten war dagegen die Stimmung gedrückt. Spitzenkandidat der Sozialdemokraten, Walter Fontaine, sagte dazu: „Unser Ergebnis kann uns nicht zufriedenstellen, dass wir einen Sitz wahrscheinlich verlieren, tut natürlich weh.“

Er sehe aber dennoch positive Aspekte, so liege die SPD in Obertshausen immer noch über den Bundestrend der Partei und er hoffe, dass durch die Auszählung der kumulierten und panaschierten noch einige Prozentpunkte hinzukommen.

„Im Moment kann man noch nichts Endgültiges sagen“, erklärte die BfO-Spitzenkandidatin Laura Schulz gestern Abend kurz vor 22 Uhr. „Wir warten geduldig auf die Auszählung aller Stimmzettel, die wahrscheinlich am Dienstag abgeschlossen ist. Aber wir sind guten Mutes, dass wir die Zahl unserer Sitze im Stadtparlament mindestens halten können.“

Nur leichte Zugewinne verzeichnete die FDP. „Wir haben uns da doch schon mehr erhofft, müssen aber noch das endgültige Ergebnis abwarten“, sagt Elke Kunde, Spitzenkandidatin der FDP, „wir erhoffen uns natürlich, das wir durch die restlichen Stimmen noch ein wenig zulegen können.“ (Karl-Heinz Otterbein Und Lukas Reus)

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