Nach Bürgermeisterwahl

CDU-Fraktion bietet Winter Zusammenarbeit an

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Zusammen mit Fraktionsgeschäftsführer Anthony Giordano (rechts) erläuterte Fraktionschef Robert Huber, wie die CDU-Fraktion auf die Lage nach der Bürgermeisterwahl reagieren will.

Obertshausen - Die Obertshausener CDU-Fraktion will auch nach der Niederlage des CDU-Kandidaten Hubert Gerhards bei der Bürgermeisterdirektwahl am 9. März im Stadtparlament die Kooperation mit der Fraktion der „Bürger für Obertshausen“ fortsetzen. Von Karl-Heinz Otterbein 

Zudem bietet sie dem neuen Bürgermeister, dem als unabhängigen Kandidaten angetretenen Roger Winter, ihre konstruktive Zusammenarbeit an.

„Roger Winter hat seinen Wahlkampf als unabhängiger Kandidat geführt und erklärt, er wolle Bürgermeister aller Obertshausener sein“, erläuterte CDU-Fraktionschef Robert Huber gestern in einem Pressegespräch, an dem auch Fraktionssgeschäftsführer Anthony Giordano teilnahm. „Wir als CDU-Fraktion verstehen dies als Einladung und sind zur konstruktiven Zusammenarbeit mit ihm bereit. Um seine Vorstellungen umzusetzen, braucht Winter eine parlamentarische Mehrheit. Und die ist ohne die CDU-Fraktion kaum zu erreichen. Wir wollen ohnehin keine Konfrontationspolitik machen, das wäre den Wählern auch nicht zu vermitteln Immerhin ist der Bürgermeister Chef der Verwaltung,“

Die CDU-Fraktion habe gut zwei Monate nach der Bürgermeisterwahl die politischen Weichen für die Zeit bis zur nächsten Kommunalwahl im Frühjahr 2016 und die Amtszeit des neuen Bürgermeisters gestellt, die am 24. Juni beginnt, erläuterte Huber. Dazu gehöre die Entscheidung, die Kooperation mit der Fraktion der „Bürger“ seitens der CDU-Fraktion nicht zu kündigen.

„Wir wollen die Kooperation nicht kündigen“

„Es hat zwar während des Bürgermeisterwahlkampfs Irritationen bei uns über das Verhalten einiger „Bürger“ gegeben und wir hätten uns gewünscht, sie hätten unseren Kandidaten unterstützt“, sagte der CDU-Fraktionschef. „Nach der Wahl hat der Kooperationsausschuss Gespräche geführt und beschlossen, die Kooperation bis zum Ende der laufenden Wahlperiode weiter zu führen. Sollte die Kooperation dennoch platzen, ist uns auch nicht bange. Ich denke, wir würden einen anderen Partner finden. Aber wir wollen die Kooperation ja nicht kündigen.“

Ziel der CDU sei es, nach der Kommunalwahl im März 2016 im Obertshausener Stadtparlament wieder die nächste Fraktion und danach auch den Ersten Stadtrat zu stellen. Die Amtszeit von Hubert Gerhards laufe quasi gleichzeitig mit der derzeitigen Legislaturperiode aus, erläuterte Robert Huber. Das jetzige Stadtparlament könnte zwar noch einen Nachfolger für Gerhards wählen, das strebe die CDU aber nicht an.

„Es macht keinen Sinn, dass das Stadtparlament kurz vor Ende der Legislaturperiode einen Ersten Stadtrat wählt, der dann sechs Jahre im Amt ist“, erläuterte der 45-Jährige. „Wir wollen, dass das neue Stadtparlament diese Wahl vornimmt.“

„Rolle der Fraktion muss gestärkt werden“

Für die CDU in Obertshausen gelte es bis dahin, sowohl einen geeigneten Kandidaten für das Amt des Ersten Stadtrats als auch einen Spitzenkandidaten zu finden, mit dem sie in die Kommunalwahl ziehen könne.

Einen Spitzenkandidaten werde der Wahlvorbereitungsausschuss, der im kommenden November gewählt werde, suchen und dann der Mitgliederversammlung vorschlagen, so Huber.

Nach der Kommunalwahl sei zu entscheiden, ob der Kandidat für das Amt des Ersten Stadtrats später auch als Bürgermeisterkandidat aufgebaut werden solle. Möglicherweise brauche die CDU für die beiden Ämter verschiedene Kandidaten.

„Wir müssen in den nächsten zwei Jahren hart arbeiten, um bei der nächsten Kommunalwahl wieder als stärkste Fraktion ins Ziel zu kommen“, so Huber. „Nachdem die CDU nicht mehr den Bürgermeister stellt, muss die Rolle der Fraktion gestärkt werden. Sie muss mehr in die Öffentlichkeit treten, als sie es bisher getan hat.“

Roger Winter ist neuer Obertshausener Bürgermeister

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