Mit Überplanung in die Zukunftswerkstatt

Christdemokraten Obertshausen wollen Trennung der Stadtteile durch B448 aufbrechen

Wie ein Grenzzaun ziehen sich die Fahrspuren der B 448 durch die Mitte Obertshausens.
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Wie ein Grenzzaun ziehen sich die Fahrspuren der B 448 durch die Mitte Obertshausens.

Neuen Wohnraum und die Entwicklung von Baugebieten rund um Frankfurt will die Landesregierung mit dem der Initiative „Großer Frankfurter Bogen“ schaffen. Diese richtet sich an Kommunen mit Bahnanschluss, von denen aus der Hauptbahnhof der Mainmetropole in 30 Minuten erreichbar ist.

Obertshausen - Auch Obertshausen ist auf Beschluss der Stadtverordnetenversammlung der Landesinitiative beigetreten (wir berichteten). Zudem habe die Stadt sich bereits mit einem Projekt für die Zukunftswerkstatt zum Großen Frankfurter Bogen beworben, wie Erster Stadtrat Michael Möser in der jüngsten Sitzung des Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsausschusses berichtete. Dabei geht Obertshausen mit einer lange gehegten Idee als Zukunftsprojekt ins Rennen dem Wunsch, die Trennung durch die Bundesstraße 448, die zwischen beiden Stadtteile verläuft, langfristig aufzubrechen.

Darüber freuen sich vor allem die Christdemokraten. „Mit der Bewerbung um die Teilnahme an der Zukunftswerkstatt greift die Verwaltung gleich mehrere Beschlüsse der Stadtverordnetenversammlung (SVV) auf, die von der CDU auf den Weg gebracht wurden“, teilen diese mit. Die Frage, wie man diese innerstädtische Barriere beseitigen oder verbessern könnte, beschäftige die CDU schon seit einigen Jahren. Zuletzt hatten die Stadtverordneten im Juni vergangenen Jahres auf Antrag der Christdemokraten den Magistrat beauftragt, geeignete Maßnahmen, die Kosten für eine Machbarkeitsstudie und die Möglichkeit einer Förderung für eine solches Projekt durch Bundes- und Landesmittel zu prüfen.

„Wir freuen uns besonders, dass nach dem Haushaltsantrag der CDU die Stadt Obertshausen nicht nur der Landesinitiative beigetreten ist, sondern sich nun auch aktiv um die Teilnahme an einer Zukunftswerkstatt beworben hat, die uns die Möglichkeit bietet, eine von vier Vorreiterkommunen innerhalb des Projektes zu werden“, sagt CDU der Fraktionsvorsitzende Anthony Giordano. Dieses biete die Möglichkeit, gleich mehrere Anliegen der Stadt Obertshausen voran zu bringen.

„Unsere Idee der Überplanung der B448 passt genau in die Ausschreibungskriterien des Projektes“, betont Giordano. „Mit einer solchen Maßnahme bieten wir eine innovative und kreative Lösung für den geforderten Flächengewinn, der den Weg frei für die Entwicklung neuer innovativer Wohnformen, bezahlbaren Wohnraum und die Erschließung neuer Stadtquartiere macht.“

„Seit der Gebietsreform 1974, als die eigenständigen Gemeinden Hausen und Obertshausen zusammengelegt wurden, trennt die beiden Stadtteile heute auf emotionaler Ebene – abgesehen von einigen auf Lokalkolorit zurückzuführenden Spitzen – nur noch wenig“, erläutert CDU-Fraktionsvize Lukas Kreher. Anders sehe es jedoch auf baulicher Seite aus: „Seit dem vierspurigen Ausbau der B 448 zwischen Tannenmühlkreisel und Bieberer Berg gilt die Bundesstraße als inoffizielle Grenze der beiden Stadtteile und macht ein räumliches Zusammenwachsen unmöglich“, betont Vorsitzender Björn Simon, der sich als Mitglied im Verkehrsausschuss des Deutschen Bundestages für eine geeignete Lösung stark machen möchte. „In etlichen Kommunen wurden ähnliche Projekte bereits erfolgreich umgesetzt“, ergänzt er. (Von Thomas Holzamer)

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