Kinder- und Jugendförderung

Es darf ruhig mal ruhiger sein

Die Besucher des von der Kinder- und Jugendförderung im Bürgerhaus veranstalteten Unplugged-Konzerts „Ohne Stecker“ sparten nicht mit Applaus. - Foto: Michael

Obertshausen - Musik ohne kreischende Saiten, wummernde Bässe und dröhnende Boxen? - Das geht, auch bei jungen Leuten! Das Unplugged-Konzert der städtischen Kinder- und Jugendförderung bewies am Samstagabend, dass auch Jugendliche ruhige, entspannende Töne zu schätzen wissen.

Rund 60 Besucher applaudierten drei Bands aus der Region, die zum Teil erst vor wenigen Monaten gegründet worden sind. Der angekündigte Solo-Gitarrist konnte nicht kommen, da er sich die Hand gebrochen hatte. Zu den Bands gehörte „Hero de Janeiro“, vier Jungs aus Obertshausen, die sich aus Schule und Musikschule kennen. Seit Oktober hat Leiter und Sänger Soraj Sikand einige Texte auf englisch geschrieben und Melodien dazu geschaffen Die vier Freunde haben dabei einen ganz eigenen Stil entwickelt. Soraj spielt auch Rhythmus-Gitarre, Marco Herdmann trägt weitere Gitarrenklänge und Gesang bei, Gerrit Scheppat schlägt den Cajon und übernimmt die Hintergrundstimme, David Russmann singt ebenfalls und steuert sanfte Pianotöne bei.

Von „Hero de Janeiro“ mit seinem emotionalen Lead-Sänger wird sicher noch zu hören sein. Die Formation empfiehlt sich für Veranstaltungen ganz unterschiedlicher Art und keineswegs nur für Partys und Jugendtreffs. „Doctor Baby“ aus Offenbach mag es da schon flotter – und auch lauter. Die Band pflegt den selbst so getauften Power-Pop-Punk-Rock und forderte damit auf, sich im schnelleren Rhythmus zu bewegen. Auch „Mariewonder“ aus Rodgau mag es kräftig, hat sich dem Metal verschrieben. Die Musiker rundeten das Programm ab und begeisterten nicht nur Fans aus der Nachbarstadt im Süden.

Neuntes Unplugged Konzert ein Erfolg

„Wir haben schon seit langem versucht, das neunte Unplugged-Konzert auf die Beine zu stellen“, erzählt Organistor Kai Hennig von der Kinder- und Jugendförderung. Aber es sei schwierig, Bands zu finden, die sich mit diesem Genre beschäftigen. Und „plugged“-Auftritte, also mit elektronisch verstärkten Instrumenten, gebe es zuhauf. Ganz ohne Strom kam aber auch der Abend im Bürgerhaus nicht aus. Die Stimmen mussten verstärkt werden, und anstelle eines akustischen Pianos wählten die Gastgeber der Einfachheit halber ein Keyboard. Die Gruppen brachten Akustik-Gitarren, einen großen Kontrabass und herkömmliches Schlagwerk anstelle eines Computers mit synthetischem Sound mit. Hennig hat über Internet-Portale und Zeitungen Bands gesucht, die bereit sind, zumindest Teile ihres Repertoires auf die unkonventionelle Art einzustudieren. „Es ist spannend zu sehen, was die Jungs drauf haben“, freute sich Hennig. „Fette Rockklänge“ waren bei diesem Termin freilich nicht angesagt. Dafür luden die Melodien zum Entspannen ein. Die Veranstalter hielten für die Pausen Rindswurst, Chips und Schokoriegel sowie Getränke bereit. Kai Hennig möchte diese Art der Live-Musik etablieren. Er sucht weiterhin Bands, die interessiert daran sind, unplugged aufzutreten, um ein weiteres Konzert im Herbst auf die Beine zu stellen. Sie können sich per E-Mail melden unter info@kiju-obertshausen.de

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 M.

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