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Der „Hopper“ ist los

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Von: Dirk Iding

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Bitte einsteigen: Bürgermeister Manuel Friedrich, Stadtrat Michael Möser, Kreisbeigeordnete Claudia Jäger und kvgOF-Geschäftsführer Andreas Maatz (von rechts) werben auf dem Weinfest für die Nutzung des „Hoppers“.
Bitte einsteigen: Bürgermeister Manuel Friedrich, Stadtrat Michael Möser, Kreisbeigeordnete Claudia Jäger und kvgOF-Geschäftsführer Andreas Maatz (von rechts) werben auf dem Weinfest für die Nutzung des „Hoppers“. © p

Ab sofort wird auch in Obertshausen „gehoppert“. Seit Monatsbeginn gibt es nach dem erfolgreichen Start im Ostkreis den neuen Nahverkehrsservice der Kreisverkehrsgesellschaft Offenbach mbH (kvgOF) auch in Obertshausen – und das Weinfest an der Burgstraße bot die beste Gelegenheit, um für die Nutzung der On-Demand-Busse namens „Hopper“ kräftig zu werben.

Obertshausen – Gemeinsam mit der Stadt bringt die kvgOF den Hopper nun auch in Obertshausen an den Start. Zunächst ist der flexible On-Demand-Service allerdings nur innerhalb des Stadtgebiets Obertshausen nutzbar. Doch das soll sich rasch ändern, wie die Erste Kreisbeigeordnete und kvgOF-Aufsichtsratsvorsitzende Claudia Jäger bei der Vorstellung des Projekts versprach: „Bis September gehen insgesamt sechs Kommunen im Kreis Offenbach an den Start.“

Im Ostkreis, rund um Seligenstadt, habe sich der Einsatz der Busse, die flexibel bestellt werden können, bereits etabliert. Mit dem Start in Obertshausen geht man nun in die zweite Projektphase.

„Künftig findet von Obertshausen auch die zentrale Disposition für die Regionen Mitte und West statt,“ informierte Jäger. Von hier würden die kommenden Hopper-Verkehre gesteuert und überwacht. Am Standort im Industriegebiet Hausen befindet sich auch die Ladeinfrastruktur für die insgesamt zwölf vollelektrischen Mercedes-Benz E-Vitos, von denen jeweils vier Fahrzeuge für den Betrieb in Obertshausen und Heusenstamm vorgesehen sind. Weitere Fahrzeuge werden als Reserve vorgehalten.

Bis die Ladeinfrastruktur am Standort vollständig einsatzbereit ist, erhält die kvgOF Unterstützung von der Maingau Energie GmbH, an deren Ladesäulen in der Otto-Wels-Straße die Hopper-Fahrzeuge übergangsweise exklusiv laden können. „Schon im Ostkreis hat uns die Maingau mit der Ladeinfrastruktur tatkräftig unterstützt“, bedankte sich Andreas Maatz, Geschäftsführer der kvgOF. „Nun stehen sie wieder als zuverlässiger Partner an unserer Seite.“

„Es freut mich sehr, dass wir als erste Kommune im Gebiet Mitte mit dem Hopper bereits zum 1. Juli starten konnten. So können die Bürgerinnen und Bürger bereits zum Weinfest, zu anderen Festivitäten oder Angelegenheiten in der Stadt den Dienst des Hoppers nutzen“, erklärte Bürgermeister Manuel Friedrich (parteilos).

Und Erster Stadtrat Michale Möser (CDU) ergänzte: „Endlich sind mit dem Hopper auch die bisher vom ÖPNV schlechter erreichbaren Ziele wie zum Beispiel der Friedhof Schwarzbachstraße, die Grundversorger an der Feldstraße oder der Bereich Bieberer Straße gut angebunden.“

Funktionsweise

Und so funktioniert der Service: Man registriert sich mit seinen persönlichen Daten über die kvgOF Hopper App. In der App kann man bequem die gewünschte Abholzeit ausgewählt werden. Eine Buchung ist bis 24 Stunden im Voraus möglich. Nach Eingabe der gewünschten Abhol- und Zieladresse wird per App der nächstgelegene Haltepunkt zugeteilt und dem Kunden angezeigt. Ein hinterlegtes System ermittelt die optimale Route und verknüpft einzelne Fahrtwünsche verschiedener Fahrgäste auf dieser Route miteinander.

Ruf per Telefon

Auch eine Buchung per Telefon ist möglich. Dafür müssen sich die Kunden zunächst einmalig in der städtischen Servicestelle „Besser älter werden“ in Obertshausen registrieren lassen und danach kann der Hopper bequem über einen Anruf bei der Leitzentrale bestellt werden.

Fahrzeugtechnik

Die Kreisverkehrsgesellschaft setzt beim Hopper ausschließlich auf elektrisch betriebene eVitos von Mercedes Benz. Die Fahrzeuge bieten jeweils Platz für bis zu sechs Personen. In Obertshausen sind insgesamt vier Fahrzeuge im Einsatz. Eines davon soll in den nächsten Wochen einen barrierefreien Ausbau für eine rollstuhlgerechte Beförderung erhalten.

Servicezeiten und Tarif

Der Hopper ist täglich von Montag bis Donnerstag von 5 bis 2 Uhr buchbar. Am Wochenende fährt der Hopper in Anlehnung an die S-Bahn im 24-Stunden-Betrieb.

Der Hopper-Tarif ist in die Kategorien Basis und Komfort unterteilt. Der Komforttarif findet Anwendung, wenn alternative und vergleichbar gute Fahrtangebote mit Bus und Bahn gegeben sind, ansonsten fährt man im günstigeren Basistarif.

Die Preise für die beiden Tarife setzen sich aus einem Grundpreis ab zwei Euro, einem Zuschlag für die bedarfsgerechte Bedienung von 1 beziehungsweise 1,50 Euro und einer Entfernungspauschale zusammen. Für Inhaber eines RMV-Tickets entfällt der Grundpreis und man zahlt bei Fahrten unter drei Kilometern nur den Zuschlag für die bedarfsgerechte Bedienung. (Dirk Iding)

Infos im Internet: www.kvgof-hopper.de.

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