Mit Quiz zum Prinzenpaar gekürt

Die Elf Babbscher eröffnen die Session mit „Kölschem Abend“

Fröhlich gefeiert haben Obertshausens Fastnachter nicht nur die Tatsache, dass man sich wieder einmal persönlich treffen konnte.
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Fröhlich gefeiert haben Obertshausens Fastnachter nicht nur die Tatsache, dass man sich wieder einmal persönlich treffen konnte.

Die Neuen sind die Alten: Katja I. und Simon I. bleiben Comtesse und Lederbaron. Verändert waren indes die Einlassbeschränkungen, die am Samstag zum Sessions-Start der Elf Babbscher (DEB) galten. Kurzfristig hatte der Vorstand des Tanzsport- und Karnevalsverein vor Öffnung der Mehrzweckhalle entschieden, die 2G-Regel zu erweitern auf: „2G plus“. „Sonst wären viele Besucher nicht gekommen“, begründete dies Vorsitzender Andreas Murmann.

Obertshausen - Für die Rocknacht acht Tage zuvor, für die Feier der Dietesheimer Kappenträger am Donnerstag wie für Lämmerspieler Karnevalisten am Nachmittag genügte noch 2G, also Zutritt nur für Genesene und komplett Geimpfte. Die Elf Babbscher konnten mit der Hilfe von Bürgermeister Manuel Friedrich kurzerhand ein mobiles Testzentrum für ihre Veranstaltung organisieren, wenn gleich auch deren Schnelltest „keine hundertprozentige Sicherheit gibt“, wie Vorstandsmitglied Heiko Röhrig einschränkte. „Aber viele Leute fühlen sich so sicherer.“

Rund 200 Babbscher und Gäste nahmen die Warteschlangen vorm Testen gelassen hin. Einige äußerten zum Vorgehen der mitgliederstarken und sehr vielfältig aktiven Gemeinschaft jedoch Bedenken: „Diesen Aufwand können kleinere Verein nicht stemmen“, meint ein Besucher aus dem Mühlheimer Stadtteil Dietesheim. Man fürchte, wenn 2G nicht mehr genüge, womöglich wieder viele der noch geplanten Veranstaltungen absagen zu müssen.

Corona war in der Turnhalle der Joseph-von-Eichendorff-Schule freilich dennoch präsent. In Begrüßungen, Auftritten und Dankesreden wurde das Virus beschimpft und der Freude Ausdruck verliehen, dass man im Augenblick fast wie vor der Pandemie feiern könne. „Ich steh´ jetzt hier, bin voller Glück, weil die Fastnacht ist zurück“, klang es bei Babbscher-Boss Andreas Murmann. „Wenn ich in die Runde schau´, seh´ ich die Sehnsucht nach Helau. Ihr wisst ja alle, wie das ist. Wir haben es so sehr vermisst.“

Die Schürzenträger blieben ihrer Weltraum-Saga treu, feierten „Die Rückkehr der Jokus-Ritter“. Würdevoll wurden Comtesse Katja I. und Lederbaron Simon I. mit Orden und Präsenten verabschiedet, doch nicht so ganz. Das Duo beteiligte sich neben ihren Ehepartnern Thomas Kilian und Verena Schulz, Katrin und Heiko Röhrig sowie Ina Hesemann und Babbscher-Vorstand Oliver Murmann am „Kampf um die Show“. Nach dem Vorbild im Fernsehen versuchten sie, mit richtigen Antworten Quizmaster Sebastian Leinweber den Job zu entreißen.

„Lauch & Rettich“ alias Lukas Kreher und Michael Schmitt versuchten, als Nicht-Musiker Hits auf der Quetschkommode zu intonieren, die von den Kandidaten erraten werden sollten. Entschieden hat das Rennen, wer am längsten den Kanzlerposten bekleidete: Helmut Kohl tat das, Stand Samstag, einen Tag länger als Angela Merkel. Damit wurden Katja und Simon erneut als Tollitäten gefeiert.

Der als Kölscher Abend mit der Band QBA gestaltete Kampagnenstart glänzte wieder mit einer gelungenen Kombination aus frischen und bewährten Ideen, professioneller Technik und enormem Engagement.

Das begann hinter den Theken für die Auswahl von Getränken mit mehr oder mit weniger als 4,9 Prozent Alkohol. Auf und vor der Bühne trommelten und bliesen die Nodebabbscher. Und das Akrobatik-Tanzduo Kathi und Vicky Huf ließ ob ihrer anspruchsvollen Figuren selbst den Atem versierter Karnevalisten stocken.

In braunen Bärenfellen stampfte das Babbscher-Rudel ins Rampenlicht, die Muskelpakete unter den Fastnachtern. Und das Quartett aus der Nähe der Domstadt verbreitete mit Kölschen Liedern tüchtig Stimmung. Auf Darbietungen ihres noch stärkeren Garde-Nachwuchses müssen die Babbscher jedoch verzichten, bleibt es bei den Vorgaben nach der 2G-Regel. (Von Michael Prochnow)

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