„Die Ideen sind da“

Kleingartenverein Obertshausen ist Anlaufstelle der Hessischen Apfelweinroute

Südlich der A3: Der Kleingartenverein Obertshausen betreut die Apfelweinroute.
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Südlich der A3: Der Kleingartenverein Obertshausen betreut die Apfelweinroute.

Wer über Hessens Rad- und Wanderwege schlendert, dem wird schon einmal ein Schild mit einem roten Apfel und einem grünen Pfeil ins Auge gefallen sein. Dabei handelt es sich um einen Hinweis zur Hessischen Apfelwein- und Obstwiesenroute.

Obertshausen – Auch in Obertshausen befinden sich mehrere Anlaufpunkte dieser Route, wie Siegfried Wilz, Vorsitzender des Kleingartenvereins Obertshausen, erklärt. „Meines Wissens nach ist es Ziel der Route, den Obstanbau sowie die Verwertung den Bürgern wieder nahe zu bringen.“ Die Stadt Obertshausen ist seit 2008 gemeinsam mit Heusenstamm bei der Apfelweinroute registriert. In der Karte, die zur Inbetriebnahme veröffentlicht wurde, finden sich insgesamt 18 Anlaufstellen in beiden Kommunen. Neben dem Kleingartenverein sind dort unter anderem das Gasthaus „Zum Nachtwächter“ oder die Waldschänke aufgeführt.

Insgesamt erstreckt sich die Apfelweinroute auf mehr als 1 000 Kilometern in ganz Hessen. Diese ist dann in sechs größere Teilbereiche geteilt: Odenwald, Stadt und Kreis Offenbach, Main-Kinzig, Wetterau, Landkreis Gießen und zwischen Main und Taunus. Innerhalb dieser Bereiche gibt es auch kleinere Routen, die mit jeweis eigenen Flyern erkundet werden können, wie eben auch Obertshausen und Heusenstamm.

Die Idee der Apfelweinroute kam beim Kleingartenverein sehr gut an, weshalb man sich gerne daran beteiligt habe. „Für uns persönlich war es gut, dass wir als Verein gefragt wurden“, erinnert sich Wilz. Für die Gastronomie habe es natürlich einen ganz anderen Anreiz, sich an der Route zu beteiligen.

Im Sommer veranstalteten die Kleingärtner – vor der Corona-Pandemie – immer ihr dreitägiges Gartenfest. Im Zuge dessen veranstaltete der Verein an einem Abend einen hessischen Abend, der sich gut in die Thematik der Apfelweinroute einfügte. „Da gab es dann immer hessische Speisen und eben auch Apfelwein“, erinnert sich der Vorstandsvorsitzende.

Doch abgesehen davon war es dem Verein nicht wirklich möglich, weitere Veranstaltungen mit Bezug auf die Apfelweinroute auf die Beine zu stellen – auch schon vor Corona. „Der Gedanke, mehr zu machen, ist natürlich da“, verkündet Wilz. So habe man die Idee gehabt, dass jedes Paar, das heiratet, vom Verein einen Apfelbaum geschenkt bekommt, der auf dem Vereinsgelände gepflanzt werde. Sollten die Bäume dann tragen, könnte man, so der Vereinsvorsitzende, ein Kelterfest organisieren. „Die Ideen sind da, aber man muss schauen, ob es auf fruchtbaren Boden fällt und man fleißige Helfer findet“, sagt Wilz.

Seit der Veröffentlichung der Apfelweinroute für Obertshausen und Heusenstamm habe sich vor allem die Gastronomie stark verändert. „Man hat uns erklärt, dass da so eine hohe Fluktuation ist und man jedes halbe Jahr eine neue Karte herausbringen müsse.“ Daher sei die aktive Ausarbeitung etwas eingeschlafen. Aber man sei laut Wilz wieder dabei, die Route aufleben zu lassen. „Wie das genau aussehen soll, weiß ich jedoch noch nicht.“ (Von Jan Max Gepperth)

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