Katholische Jugend Obertshausen feiert 20-jähriges Bestehen

„Ein Leib und viele Glieder“

Gruppenleiter, Helfer und ehemalige Mitglieder der KJO feierten den Zusammenschluss vor 20 Jahren. Foto: Prochnow

Obertshausen – Immer wieder weht durch die ehrwürdigen Mauern von Herz Jesu ein junger, mitreißender Geist. Am Sonntag war es jener der Katholischen Jugend Obertshausen (KJO), die sich vor 20 Jahren aus den beiden Pfarrgruppen von Herz Jesu und St. Thomas Morus bildete. Von MICHAEL PROCHNOW

Für Pfarrer Norbert Hofmann ist das kleine Jubiläum ein „wahrer Grund für Freude und Dankbarkeit“.

Die Gemeinschaft bilde „einen Leib und viele Glieder“, griff Pfarrjugendleiter Julian Reibling die Metapher aus dem Paulusbrief auf. „Wir sind alle aufeinander angewiesen, aber jeder ist einzigartig“. So fragte er im Festgottesdienst nach persönlichen KJO-Momenten. Ältere Mitglieder erinnerten sich an die 72-Stunden-Aktion, an Freizeiten, Zeltlager, Nikolausdienst und Sternsingen.

„Da bist du Mensch und wirst nicht nach deiner Leistung beurteilt“, lobt eine junge Frau das „Mit- und Füreinander. „Da bist du gut aufgehoben.“ Für ein anderes Mitglied bedeutet die Jugendorganisation vor allem „Liebe und Freundschaft“. In dem Kreis habe sie „so viele Freunde fürs Leben gefunden“. Ein Messdiener brachte das KJO-Gefühl auf den Punkt: „Gott kennen lernen, Spaß haben – echt cool!“

Eine Gruppenleiterin stellte eingangs die lebendige Gemeinschaft vor. „20 Jahre junger Glaube und Ehrenamt, das bedeutet, vielfältige Möglichkeiten, sich einzubringen, das Gemeindeleben mitzugestalten.“ Fast jeder in der Kirche habe „in irgendeiner Weise mit der katholischen Jugend zu tun“, habe viel Freude erlebt und „etwas von dem Engagement zurückgegeben, das sie als Kinder erfahren haben“.

„Greta Thunberg ist auch eine Prophetin“, begann Pfarrer Hofmann. Die schwedische Schülerin verbreite eine „eindringliche Botschaft“, die sofortiges Handeln erfordere, um den Klimawandel aufzuhalten, damit die nächsten Generationen leben können. Vor 2000 Jahren rief Johannes der Täufer die Menschen zur Umkehr auf. Dabei werde ihnen Rettung von Gott durch die Taufe versprochen.

„Ihr führt junge Leute zum Glauben“, dankte der Seelsorger den aktiven Christen für Ehrlichkeit, Zusammenarbeit und Unterstützung. „Ihr seid auch Propheten in einer Zeit, die immer herzloser und egoistischer wird.“ Die Helfer weisen auf Gott hin, geben eine Heimat und sagen „Ja“ zu Gemeinde und Kirche. Die Jugendlichen verbreiten den Glauben mit Begeisterung, das gebe Zukunft. „Ihr seid Wegbereiter, tragt Gott im Herzen und zu den Menschen.“ Die KJOler sollen sich nicht für ihren Glauben schämen, warb Hofmann für „Sundays for Future“.

Nach dem Gottesdienst mit der Band Rejoyce trafen sich zahlreiche Gäste zum Feiern im benachbarten Schwesternhaus.

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