Lichterfest-Besucher trotzen Witterung

Eine Nase für den Schneemann

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Sigrid Schneider-Legel hält den kleinen Windlicht- Schneemann fest, dem Cara gerade mit der Nase den letzten Schliff gibt. Der von ihrer Freundin Mona ist bereits fertig und wird bald zu Hause leuchten.

Obertshausen - Vom nasskaltem Regenwetter ließen sich die Obertshausener an diesem Wochenende nicht abschrecken. Auch diesmal waren die Geschäfte entlang der Beethoven- und Schulstraße beim Lichterfest gut besucht. Von Thomas Holzamer 

Bücher, kleine Geschenkideen und zahlreiche Besucher, die sich zwischen Tischen und Regalen drängen – viel Platz hat man an diesem Nachmittag nicht mehr im Büchertreff an der Schulstraße. „Der harte Kern lässt sich auch vom Regen nicht abschrecken“, sagt Reinhard Kratz-Küchler und begrüßt freudig einen Bekannten. Den brauche es auch entgegnet der und scherzt: „Wir wissen ja schon fast nicht mehr, wie man Regen schreibt, so lange ist der letzte her.“ Gut, den Abend hätte das Wetter, das noch am Morgen den Initiatoren des Lichterfestes an der Beethoven und Schulstraße Hoffnung gemacht hatte, noch halten können.

Und so füllt sich das inzwischen zur Tradition gewordene Fest zu Beginn nur zaghaft. Das merken die Besucher in den teilnehmenden Geschäften jedoch nicht wirklich, denn die Kälte und der leichte Regen vor der Tür treiben die Bummelnden in die wohlige Wärme. Und deren Angebot und die liebevolle Dekoration sorgen dafür, dass das Wetter schnell vergessen ist.

Das merkt man vor allem im Blumengeschäft von Beate Schäfer ein paar Häuser weiter. Zwischen Sträußen und Gestecken finden sich auch viele Dekorationsartikel, vom geschnitzten Bäumchen bis hin zum Hirsch aus Keramik und natürlich Kerzen. Wobei die in diesem Jahr deutlich schwerer zu bekommen seien, erzählt die Inhaberin. Und auch an dieser Stelle schließt sich der Kreis zum Thema Regen. Denn ebenso wie die Tankstellen seien auch die Kerzenhersteller auf Öl angewiesen, dass wegen der derzeit niedrigen Flusspegel nur in geringerer Menge als sonst von den Tankschiffen befördert werden kann. Neben dem Tannengrün dominiert in Beate Schäfers „Blumeneck“ vor allem Holz die festliche Dekoration. Das liege derzeit voll im Trend und sei auch bei ihren Kunden gefragt, erläutert sie. Lassen sich mit dem Naturmaterial doch die verschiedensten Dinge gestalten oder basteln.

Gebastelt wird derweil auch im Büchertreff, wo Sigrid Schneider-Legel sich darum kümmert, dass dem Nachwuchs nicht langweilig wird, während Mama und Papa im Angebot des Büchertreffs stöbern oder vor der Tür am Stand von Hugos Weinwelt den ersten Glühwein der Saison ordern, um sich auch innerlich aufzuwärmen.

Gerade hilft die Erzieherin Cara dabei, ihrem Schneemann die kleine Karottennase anzukleben. Der besteht aus einem ehemaligen Marmeladenglas, das sie zuvor mit Kunstschnee beklebt haben. Anstelle des Zylinders bekommt das als Windlicht gedachte Geschenk noch Ohrenschützer gegen die Kälte auf den Kopf. Die bastelt Cara aus einem Pfeifenreiniger und zwei kleinen Bommeln.

Und auch die ersten Weihnachtsgeschenke oder das passende Buch für kalte Wintertage geht an diesem Nachmittag über die Ladentheke. Besonders auf den gerade vor einer Woche erschienenen Taunuskrimi von Nele Neuhaus haben bereits viele gewartet, weiß Monika Küchler. Ebenso wie die Jüngeren auf die neuesten Geschichten aus „Gregs Tagebuch“. Ebenso gefragt seien derzeit Pärchenplaner, in denen Er und Sie ihre Termine jeweils in eine eigene Spalte eintragen können.

Wer seinem Eigenheim vor dem Fest einen neuen Look verpassen will, der kann sich um die Ecke bei der Raumausstattung Braun inspirieren lassen. Die aktuellen Modetrends und Schmuckstücke für den Winter zeigen die Boutique P3 und Uhren Thurner, während das Team vom Friseursalon Rothe Locke nebenan für diesen Nachmittag Schere und Föhn gegen Glühweintopf und Grill getauscht hat.

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