Notizbuch der Woche

Kommentar: Engagement und Mitsprache

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Karl-Heinz Otterbein

Michael Weis ist stolz, und er hat auch allen Grund dazu: Immerhin hat das hessische Kultusministerium seiner Schule, der Hermann-Hesse-Schule, kürzlich das Gütesiegel für Schulen, die hochbegabte Schüler besonders fördern verliehen. Von Karl-Heinz Otterbein

Das ist übrigens nicht das erste Zertifikat, das die Hesse-Schule bekommen hat. Schon vor einiger Zeit wurde der Schule das Qualitätssiegel des Hessischen Kultusministeriums für hervorragende Arbeit bei der Planung und Durchführung kontinuierlicher Praxistage im Rahmen des schulinternen Berufswahlkonzepts verliehen. Die Bildung solcher Begriffsungetüme mag den Gepflogenheiten der Kultusbürokratie geschuldet sein, nichtsdestotrotz geben die Auszeichnungen Anlass zum berechtigten Stolz.

Und Schulleiter Weis lässt keinen Zweifel daran, dass er mit den Pfunden Gütesiegel wuchern wird. „Wir stehen in Konkurrenz mit den Gymnasien in unseren Nachbarkommunen“, sagt Weis. „Da kann es nicht schaden über Alleinstellungsmerkmale zu verfügen.“ Recht hat er, der Schulleiter - und er hat engagierte Lehrkräfte in seinem Kollegium. Das Hochbegabten-Gütesiegel sei für ihn ein Ausdruck der guten Arbeit des gesamten Kollegiums seiner Schule, sagt Michael Weis, der aber auch weiß, dass immer wieder Einzelne ganz besonders engagiert sind. Im Fall der Hochbegabten ist dies Obertstudienrat Rüdiger Jung, bei der beruflichen Bildung ist Dietmar Borrmann an erster Stelle zu nennen.

Auch Eisdielen und Geschäfte sind verzeichnet

Was lange währt, wird endlich gut, lautet ein Sprichwort, das wie die Faust aufs Auge auf den jetzt fertig gestellten Kinderstadtplan der Stadt Obertshausen zutrifft. Seit der ersten Idee, einen solchen Plan zu erstellen, bis zu dessen Druck sind gut zwei Jahre vergangen, das Ergebnis kann sich nun aber auch sehen lassen. Immerhin sind in dem Plan neben den Standorten der Spiel- und Bolzplätze sowie der Büchereien und Buchhandlungen im Stadtgebiet auch die von Eisdielen und Geschäften verzeichnet, in denen man Spielzeug kaufen kann. Da merkt man, dass die Kinder bei der Erstellung des Plans ein wichtiges Wörtchen mitreden durften. Und das ist auch gut so.

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