Ersatz-Domizil für Jugendzentrum

Neue Räume müssen her

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Rege genutzt werden die Räume des städtischen Jugendzentrums an der Bahnhofstraße. Aus Brandschutzgründen stehen allerdings seit längerem nur noch Räume im Erdgeschoss zur Verfügung. Daher sucht die Stadtverwaltung ein neues Domizil für die stark frequentierte Einrichtung.

Obertshausen - Dass das städtische Jugendzentrum in der Bahnhofstraße 82 in die Jahre gekommen und ausstattungsmäßig nicht auf dem neuesten Stand ist, ist kein Geheimnis und auch nicht überraschend. Von Karl-Heinz Otterbein

Ist die Einrichtung doch im alten Obertshausener Rathaus untergebracht, in dem aus Gründen des Brandschutzes seit längerem nur noch ein Teil der Räume genutzt werden kann. Gleichzeitig erfreut sich das Juz vor allem bei Kindern und Jugendlichen im Alter bis 18 Jahren immer größerer Beliebtheit. Ein neues Domizil muss also her.

Das sieht zum einen die SPD-Fraktion im Obertshausener Stadtparlament so, die per Antrag den Magistrat in der nächsten Sitzung des Stadtparlaments auffordern lassen will zu prüfen, ob es geeignete Standorte für ein neues Jugendzentrum gibt. Das sieht aber auch Bürgermeister Bernd Roth so, der sich über das Begehren der Sozialdemokraten etwas erstaunt zeigte.

„Das vom Stadtparlament im Jahr 2007 einstimmig beschlossene Stadtentwicklungskonzept sieht vor, im mittleren Stadtbereich mittelfristig ein neues Jugendzentrum zu errichten“, erläuterte der Bürgermeister auf Anfrage. „Wir hatten zunächst überlegt, im Bereich an Hermann-Hesse- und Georg-Kerschensteiner-Schule zusammen mit dem Kreis Offenbach ein Kultur- und Bildungszentrum zu bauen, in dem auch unser Juz untergebracht worden wäre. Der Kreis sieht die Schulen aber inzwischen versorgt und will nicht mehr bauen, und alleine können und wollen wir das Projekt nicht realisieren.“

Die Stadt habe daher nach Alternativen gesucht und auch ein Gebäude an der Albrecht-Dürer-Straße ins Auge gefasst, mit dessen Eigentümern längere Gespräche geführt worden seien. „Leider haben sich unsere Pläne zerschlagen, das Gebäude zu kaufen oder zu mieten“, sagte Roth. „Die Eigentümer wollten letzlich weder verkaufen noch vermieten, sondern das Gebäude weiter selbst nutzen.“

Die Suche nach einem neuen Domizil gehe also weiter, so der Rathauschef. Da die Stadt nicht über geeignete Räume verfüge, versuche sie, von privat eine Liegenschaft zu mieten, zu pachten oder zu kaufen. „Das Gebäude sollte von beiden Stadtteilen aus gut erreichbar sein“, erläuterte Roth. „Und es sollte die Möglichkeit bieten, dort neben Treffen auch kleine Veranstaltungen ausrichten zu können.“

Wer derartige Räume zur Verfügung stellen kann, kann sich telefonisch unter 06104 703 1100 oder per E-Mail an buergermeister@obertshausen.de an den Rathauschef wenden.

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