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Grüne wollen Ausbau von Photovoltaik-Anlagen auf städtischen Gebäuden vorantreiben

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Von: Theresa Ricke

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Die Grünen in Obertshausen fordern, dass mehr städtische Gebäude mit einer Photovoltaik-Anlage ausgestattet werden. (Archivfoto)
Die Grünen in Obertshausen fordern, dass mehr städtische Gebäude mit einer Photovoltaik-Anlage ausgestattet werden. (Archivfoto) © Kegler

Die Grünen in Obertshausen fordern, dass mehr städtische Gebäude mit einer Photovoltaik-Anlage ausgestattet werden. Das Feuerwehrareal in der Schillerstraße 1 in Verbindung mit dem Vereinsheim in der Tempelhoferstraße 4, ein Areal in der Bachstraße (Nummern 15-17 und 19-21) sowie in der Schubertstraße 86-88 und das Rodau-Areal mit Kindergarten und Sporthalle hätten Priorität bei den Bemühungen der Partei, sagt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Klaus-Uwe Gerhardt.

Obertshausen – „Seit vielen, vielen Jahren“ drängen die Grünen darauf, dass die Stadt mehr erneubare Energien nutzt, sagt Gerhardt. Die Partei sieht die Verteuerung der Energiekosten einen Anlass, die Klimakrise und die Abhängigkeit von Öl und Gas aus Russland gemeinsam zu betrachten, und fordert ein Ausbaukonzept für Photovoltaik (PV) in Obertshausen, heißt es.

Bisher gibt es auf dem 2021 fertiggestellten Familienzentrum als einzigem städtischen Gebäude eine Solaranlage. Daneben hat noch die Joseph-von-Eichendorff-Schule, eine Grundschule des Kreises Offenbach, eine PV-Anlage auf dem Dach.

Derzeit ein „Hype“ um Photovoltaik-Anlagen

Der Erste Stadtrat Michael Möser hat eine Anfrage der Grünen, wie der Ausbauzustand der städtischen Liegenschaften mit PV-Modulen ist, damit beantwortet, dass nur auf dem Familienzentrum eine PV-Anlage in Auftrag gegeben sei. In Obertshausen gibt es 27 Dächer von städtischen Gebäuden und 39 von städtischen Wohngebäuden. Möser sagt weiter, dass PV-Anlagen nur dann auf öffentlichen Gebäuden erstellt werden, wenn sie wirtschaftlich sind. Beim Familienzentrum wurde die Anlage durch ein Contracting-Modell möglich gemacht, bei dem die Firma Solarimo aus Berlin die Dachfläche des Gebäudes mietet und die PV-Anlage finanziert (wir berichteten). Der Strom wird anschließend an die Kommune verkauft.

Gerhardt befürwortet diese Methode auch für die Installation weiterer Anlagen und sieht in der Wirtschaftlichkeit kein Problem. Stattdessen brauche es „politischen Willen“, um den Ausbau voranzutreiben. Es gebe derzeit einen „Hype“ um PV-Anlagen, da viele auf Solarenergie umsteigen wollen. Deshalb könne eine schnelle Umsetzung schwierig werden. „Obertshausen hätte schon vor vier oder fünf Jahren ausbauen sollen“, meint Gerhard. Da das nicht passiert sei, müsse man jetzt anfangen und mögliche Verzögerungen in Kauf nehmen. „Wir wollen aktiv werden“, betont der Grünen-Politiker. (Theresa Ricke)

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