Vereins-, Jugend- und Kulturzentrum

SPD drängt auf Entscheidung

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Nach dem Willen der SPD soll aus der ehemaligen Fröbel-Schule in Hausen, die seit Jahren nicht mehr für schulische Zwecke genutzt wird, ein Vereins-, Jugend- und Kulturzentrum werden.

Obertshausen - Aus der ehemaligen Friedrich-Fröbel-Schule in Hausen soll nach der Rückübertragung des Grundstücks vom Kreis Offenbach an die Stadt ein Vereins-, Jugend- und Kulturzentrum werden. Von Karl-Heinz Otterbein 

So jedenfalls will es die Obertshausener SPD-Fraktion, die sich in ihrer Forderung durch das Ergebnis einer von ihr organisierte Befragung der Anwohner um das Areal bekräftigt sieht. Laut dem stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Manuel Friedrich hat sich mehr als die Hälfte der Teilnehmer an der Befragung für dieses Modell ausgesprochen, jeder Vierte wolle, dass das Schulgebäude zu einem Familienzentrum mit Kinderbetreuung und weiteren Beratungsangeboten entwickelt werde. Es habe auch Vorschläge der Teilnehmer gegeben, das Vereins-, Jugend- und Kulturzentrum und das Familienzentrum zu bündeln.

Laut Parteichef Helmut Hiepe ist ein Haus der Vereine für Obertshausen, die soziale, kulturelle und sportliche Angebote für die Bevölkerung bieten und somit der Allgemeinheit einen wichtigen Dienst erweisen, auch weiterhin der Vorschlag der SPD, der in ihrem jetzigen Kommunalwahlprogramm verankert sei. „Es freut uns, dass die Mehrheit der Teilnehmer dies ebenfalls so sieht“, so Hiepe.

Zufrieden mit dem Umfrageergebnis

Manuel Friedrich zufolge sind die Sozialdemokraten zufrieden mit dem Umfrageergebnis. „Von insgesamt 500 verteilten Briefen an die umliegenden Anwohner und einer Bewerbung über das Internet haben wir 164 ausgefüllte Fragebögen zurückerhalten“, so der stellvertretende Fraktionschef. Bis auf einen Befragten hätten alle Teilnehmer angegeben, sich dafür zu interessieren, wie es mit der Fröbelschule weitergehen solle. Trotz einiger Gespräche zwischen der Stadt Obertshausen und dem Kreis Offenbach sei vor allem die Frage ungeklärt, wem das Gebäude und das einstige Schulgelände gehörten. 46 Prozent der Befragten hätten sich für die Stadt Obertshausen als Eigentümer ausgesprochen und sähen das sogenannte „Heimfallrecht“ dort angesiedelt. 29 Prozent befänden, dass der Kreis Offenbach Eigentümer sei. Jeder vierte Befragte habe angegeben, sich zu wenig in der Materie auszukennen.

„Die bisherigen Planungen des Magistrats zur Umwandlung der Fröbelschule in Wohnhäuser sehen die Bürger eher kritisch“, so Friedrich. „Nur zehn Prozent sprechen sich für den Wohnungsbau aus“. Hierbei habe es keine Wünsche nach exklusiven Wohnungen gegeben, sondern nach einem Mehrgenerationenwohnen sowie einer Kombination aus Wohnen, Arztpraxen und kleinen Ladengeschäften. Ein geringer Prozentsatz habe den Wunsch geäußert, die Neukonzeption nochmals per Bürgerumfrage zu klären, da die letzte Befragung bereits vier Jahre her sei und die Bedürfnisse sich geändert hätten.

Jugend musiziert in Dietzenbach

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„Demnächst werden in der Friedrich-Fröbel-Schule zunächst für eine kurze Zeit von drei Monaten Flüchtlinge beherbergt werden“, so Friedrich. Mehr als 85 Prozent der Befragten hätten sich bei diesem Vorhaben von der Stadt Obertshausen dazu unzureichend bis zu wenig informiert gefühlt. „Für uns war es wichtig, die Meinungen der Bürger einzuholen und mit diesen Erkenntnissen in die zukünftigen Beratungen zu gehen.“, erläuterte Friedrich. Bürger-Befragungen wie die zur Fröbelschule wolle die SPD in nächster Zeit öfter veranstalten,

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