Ordnungsamt sperrt Bahnunterführung nach WM-Finale

Feiernde Fans blockieren den Omega-Tunnel

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Die Fahne gehörte nach dem Spiel gestern Abend eher zu den unauffälligen Fan-Artikeln.

Obertshausen - Als der Schlusspfiff ertönte, war die Straße noch leer. Kurz danach ging im Omega-Tunnel in der Bahnhofstraße gar nichts mehr.

Mehrere Hundert Fans zog es auf die Straßen, wo sie ausgestattet mit Vuvuzelas, Fahnen, Trikots und Trommeln den Weltmeistertitel der deutschen Nationalmannschaft bejubelten.

Für Autofahrer und Anwohner war es weniger lustig. Einige der Feiernden zündeten Böller und Raketen, deren Lärm in der Bahnunterführung noch lauter hallte als draußen. Zahlreiche Schaulustige verfolgten das Geschehen von Bürgersteigen und dem Geländer an den Rampen. Die Landespolizei und die städtische Polizei waren mit mehreren Wagen vor Ort. Als die Menschenmasse zu groß wurde, sperrte das Ordnungsamt die Bahnunterführung für Autofahrer. Anwohner und Linienbusse mussten dadurch zum Teil erhebliche Umleitungen in Kauf nehmen. „Das war notwendig, um die Sicherheit der Fußgänger zu gewährleisten“, erklärt Oskar Mürell vom Ordnungsamt. Dass es die Fans nach dem Spiel auf die Straße zog, könne er verstehen. „So ein Titel ist ja schon etwas besonderes“, sagt er, „den holt man sich nicht so oft.“

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Umso größer die Freude bei den Fußballbegeisterten. Passiert sei aber nichts, es habe keine Auseinandersetzungen oder Rangeleien gegeben. „Nur Müll und Glasscherben blieben leider einige liegen“, beklagt er. Bauhof-Mitarbeiter Wolfgang Buchberger, bekannt als „DJ Leo“, reinigte die Fahrbahn aber noch während die Fans zugange waren, von Flaschen und Kracher-Resten. Im Laufe der Weltmeisterschaft hatten Fußballbegeisterte des Öfteren nach Deutschland-Spielen den Tunnel in Beschlag genommen. Rechtlich seien Lärm nach 22 Uhr und das Zünden von Feuerwerkskörpern zwar nicht erlaubt. „Ich sehe das, was gestern passierte, aber als eine absolute Ausnahme“, sagt Mürell. Er dankte den Beteiligten Polizisten und Ordnungspolizisten für die gute Zusammenarbeit. Gegen 1.30 Uhr gaben sie den Tunnel wieder frei.

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M./ljö

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