Ferienspiele nur für Kleine

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Die Waldschule hat es in den Sommerferien 2011 vorgemacht: Das eigenständige Ferienangebot der Grundschule.

Obertshausen - Noch ist es eine ganze Weile hin, bis die Sommerferien beginnen, aber die Vorbereitungen für das Betreuungsangebot laufen schon. Denn das Ferienprogramm ändert sich in diesem Jahr - und das „klassische“ Konzept der Ferienspiele oder Kinderstadt wird abgelöst. Von Bettina Link

Die Betreuung für Grundschulkinder wird in den ersten drei Ferienwochen von der Grundschulbetreuung in Kooperation mit der Kinder- und Jugendförderung Obertshausen (KJF) angeboten. Die Ferienbetreuungen sind dann in den jeweiligen Schulen untergebracht. Daniel Kettler von der KJF erläutert: „Das eigenständige Sommerferienangebot der Grundschulbetreuung des Ferienpädagogischen Zentrums (FZP) der Waldschule war erfolgreich, deswegen führen wir es dieses Jahr auch an der Sonnentauschule und der Joseph-von-Eichendorff-Schule ein“.

Keine garantierten Ganztagsangebote wird es dagegen für Kinder ab der fünften Klasse geben. Die KJF plant für diese Kinder jedoch in Zusammenarbeit mit Vereinen und anderen Institutionen einen Ferienkalender, der ein täglich wechselndes Programm anbietet. Kettler erläutert diese Entscheidung: „Die vergangenen Ferienspiele haben gezeigt, dass die Nachfrage bei älteren Kindern nicht mehr so groß ist, deswegen haben wir uns für ein freies Angebot entschieden. Die Kinder können selbst entscheiden, an welchem Freizeitprogramm sie teilnehmen möchten.“ Die Angebote müssen dann tageweise gebucht werden.

Ferien mit den Freunden verbringen

Für die Grundschüler ist die Ganztagsbetreuung hingegen garantiert. Dabei spielt nicht das Alter, sondern die Klasse, die das Kind besucht, eine Rolle: „So können Freunde, die in die gleiche Klasse gehen, aber nicht gleich alt sind, trotzdem das gleiche Ferienprogramm besuchen“, erläutert Kettler. Da die meisten Freundschaften in der Schule entstehen, sei auch die gemeinsame Ferienbetreuung für die Kinder angenehmer, findet Kettler. Auch für Eltern habe das neue Konzept Vorteile: „Sie haben die gleichen Wege und Ansprechpartner.“

Die Kernzeit der Betreuung in den jeweiligen Schulen ist täglich von 8.30 bis 16.30 Uhr. Das Ferienangebot kann wöchentlich gebucht werden und kostet inklusive Mittagessen 55 Euro für eine Woche. Geschwisterkinder zahlen 35 Euro. Der Beitrag ist damit etwas höher als für die Ferienspiele (42,50 Euro). Die Preise seien an die regulären Betreuungspreise in den Schulen angeglichen, erklärt Kettler und betont, dass das neue Konzept dafür auch Vorteile gegenüber den Ferienspiel habe: „Die Kinder werden von professionellen Erziehern und Pädagogen betreut und sie kommen täglich in eine gewohnte Umgebung.“ Außerdem sei die Betreuung - wenn Eltern dies wünschen - auch schone eine Stunde früher, ab 7.30 Uhr, möglich. „Das ging bei den Ferienspielen nicht“, erläutert Kettler. Der frühere Betreuungsbeginn müsse jedoch gleich bei der Anmeldung vermerkt werden. Diese ist ab dem 1. März möglich. Letzter Anmeldetermin ist der 30. März. Formulare gibt es in den Grundschulen und Rathäusern sowie auf der Internetseite der KJF. Bei der Anmeldung können Eltern und Kinder den Standort der Betreuung wählen. „Auch Kinder anderer Schulen sind willkommen, sofern noch freie Plätze zur Verfügung stehen“, hebt Kettler hervor.

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