Flammen züngeln auf dem Hof

Feuerwehr zu Gast bei Ferienspielen des Freizeitpädagogischen Zentrums

Wie man ein kleineres Feuer löschen kann, lernen die Ferienkinder des Freizeitpädagogischen Zentrums (FPZ) während des Besuchs von Aktiven der Freiwilligen Feuerwehr auf dem Gelände der Waldschule.
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Wie man ein kleineres Feuer löschen kann, lernen die Ferienkinder des Freizeitpädagogischen Zentrums (FPZ) während des Besuchs von Aktiven der Freiwilligen Feuerwehr auf dem Gelände der Waldschule.

Spreizer, Schere, C-Rohr und Feuerlöscher: Das war schon ein mittelschwerer Einsatz, den sechs Kameradinnen und Kameraden aus beiden Stadtteilen gemeistert haben. Ein halbes Dutzend Feuerwehrleute unter Leitung des stellvertretenden Stadtbrandinspektors Andy Glaw nahm jüngst im Hof der Waldschule Aufstellung, doch Flammen züngelten allein aus einer gasgespeisten Übungswanne.

Obertshausen – Die Brandschützer aus der Einsatzabteilung, von der Jugend- und der Kinderfeuerwehr demonstrierten 90 Mädchen und Jungen in sechs Gruppen eine Auswahl ihrer Aufgaben. Und die Ferienkinder des Freizeitpädagogischen Zentrums (FPZ) durften tüchtig mitanpacken, ein Handlöschgerät in Betrieb nehmen und damit Flammen ersticken, an einer variablen Spritze einen schmalen, starken Strahl einstellen oder einen Sprühnebel und schließlich die schweren Geräte hieven, mit denen Autotüren aufgezogen und -dächer abgeschnitten werden.

Das hydraulische Rettungsgerät funktioniert mit Überdruckluft, lernte das aufmerksame Publikum. Es staunte nicht schlecht, dass die Gäste in den blauen Uniformen diese Maschine über Kopf bedienen können. „Wir haben keine Gelegenheit mehr, bei Projektwochen oder Schulfesten Nachwuchs zu gewinnen“, schildert Isabelle Wenzel die Auswirkungen der Pandemie. Inzwischen treffe sich die Kinder-Wehr wieder 14-täglich samstags um 14 Uhr, die Jugend in Hausen an jedem Dienstag ab 17.30 Uhr.

Die Waldschüler durchlaufen die drei Stationen in sechs Gruppen. „Die meisten bleiben über alle drei Wochen“, informiert Brigitte Reith. Die Geschäftsführerin des FPZ zählte die Aktivitäten bis zur Halbzeit auf: Beim Kfz-Service Jäger haben sie einen Go-Cart-TÜV ausführen lassen. Frank und Volker Jäger nahmen die schweren Fahrzeuge auf die Hebebühne, überprüften Schrauben, Sättel und Luft und reparierten einige Wagen.

Einige Gruppen streiften durch den Ort und sammelten in Grünanlagen Müll. Andere bemalten Steine, bastelten Windräder, übten sich in Step-Aerobic oder starteten mit Hilfe von QR-Codes auf dem Mobiltelefon eine Fußgänger-Rallye. „Alle Schülerinnen und Schüler werden zweimal pro Woche auf Corona getestet und tragen in Räumen Masken“, verweist Brigitte Reith auf das Hygienekonzept. „Der Mund-Nase-Schutz sitzt manchmal eng, aber das Tragen klappt gut“, lobt sie die Sommerferien-Gemeinschaft.

Für den zweiten Teil des Angebots sind noch eine Theatervorstellung unter freiem Himmel angesagt sowie „olympische Spiele“ mit den Disziplinen Laufen und Balancieren, mit einem Hindernis-Parcours, Bobbycar- und Roller-Rennen sowie Gummistiefel-Weitwurf. Fürs Abschlussfest sind Wasserspiele und Eiswürfel-Wettbewerbe geplant – sofern der Sommer erhalten bleibt. (Von Michael Prochnow)

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