Klimaschutz

Grüne in Obertshausen legen Programm für die Kommunalwahl vor

Mit 26 Kandidaten gehen Obertshausens Grüne bei der Kommunalwahl am 14. März ins Rennen. (Smybolbild)
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Mit 26 Kandidaten gehen Obertshausens Grüne bei der Kommunalwahl am 14. März ins Rennen. (Smybolbild)

Zum Start der Briefwahl für die Kommunalwahl legen die Parteien in Obertshausen ihre Wahlprogramme vor. Die Grünen stehen Klimaschutz, eine faire Verteilung des Straßenraums und Frauenpolitik.

Obertshausen – „Eine Stadt, in der alle gut und zufrieden leben“ ist die Vision von Bündnis 90 / Die Grünen. Und das nicht nur im Kommunalwahlkampf, wie die Partei betont. So schreibt der Vorstand in einer Mitteilung: „Die Bündnisgrünen versuchen schon seit Jahren, Antworten auf drängende Fragen zu finden wie: Wie kann kommunaler Klimaschutz aussehen? Was gehört zu einer lebendigen Stadtgesellschaft? Welche sozialen Strukturen müssen gestärkt, welches bürgerschaftliche Engagement wie unterstützt werden? Wie kommt Obertshausen zu nachhaltigen Kommunalfinanzen? Wie gelingt die Balance zwischen wirtschaftlicher Prosperität und Klimaschutz? Und wie finden alle Bürgerinnen und Bürger, ob jung oder alt, hier geboren oder zugezogen, in der Kleinstadt mit Herz eine Heimat?“

Mit vielen Anträgen in der Stadtverordnetenversammlung und außerparlamentarischen Initiativen sei man dem Ziel „Mehr Grün für Obertshausen“ dabei immer ein Stück nähergekommen, schreibt der Vorstand.

Kommunalwahl in Obertshausen: Wahlflyer der Grünen sorgt für Kontakt trotz Corona

Und auch im aktuellen Programm formulieren die Grünen ihre Ideen. Wichtig sind der Klimaschutzpartei dabei, nach eigenen Angaben, der Erhalt der Grünflächen, Mobilitätsangebote für alle, die Vereinsförderung, die kommunale Energiewende mit Solarstrom, Freizeitangebote für Jugendliche, eine gesunde Stadtentwicklung, Sauberkeit im Ort, Energieeffizienz beim Bau und der Sanierung von Gebäuden und „eine Frauenpolitik, die den Namen verdient“.

„Mitglieder und Sympathisanten haben in einem basisdemokratischen und partizipativen Prozess am Programm mitgeschrieben“, erläutert Vorstandssprecher Tobias Koch. Das Ergebnis wurde in Form eines Flyers in die Briefkästen der Stadt verteilt. Vorstandskollegin Katy Walther ergänzt: „Wie stolz unsere Mitglieder auf das Ergebnis sind, zeigt die Tatsache, dass wir die Flyer alle gemeinsam ausgetragen haben und kein kommerzieller Verteiler beauftragt wurde.“

Für die Grünen sei der Wahlflyer eine gute Gelegenheit, den Bürgern trotz Corona ihre Schwerpunkte und die Kandidaten zu präsentieren. Dabei finden sich auf der Liste neben grünen Urgesteinen wie Tobias Koch, Christel Wenzel-Saggel, Dr. Klaus-Uwe Gerhardt und Cornelia Wicht-Gerhardt auch neue Gesichter wie Spitzenkandidatin Corina Retzbach, Nevzat Tuyan, Ellen Bedel und mit Selina Doleschal und Alexander Roth auch zwei Aktive der Grünen Jugend auf aussichtsreichen Plätzen. „Alle eint das Streben nach dem Erhalt der Lebensqualität in Obertshausen, was für die Bündnisgrünen mit einer maßvollen Innenverdichtung und dem Erhalt des Kreuzlochs, des Seewiesenwäldchens und der Rodauniederungen als wichtige Naturschutzgebiete verbunden ist“, heißt es.

Programm der Grünen für Kommunalwahl: Faire Aufteilung des Straßenraums

Ein neues Gewerbegebiet lehnen die Grünen ab. Im Verkehrsbereich setze man auf eine neue und faire Aufteilung des Straßenraums und einen Wandel der Mobilitätskultur: Sichere Radwege auf den Hauptstraßen, freie Gehwege, Carsharing- und On-Demand-Angebote wie der kvgOF-Hopper oder Mitnahmebänke befinden sich im Programm.

Wertschätzung erfahren die örtlichen Vereine und Initiativen, die die Grünen weiter fördern und etwa bei der Nachwuchsgewinnung oder der Etablierung spezieller Frauenangebote unterstützen wollen. Basketball- und Bolzplätze und eine Skateranlage wie sie früher an der Rodauhalle stand wollen die Grünen für die Jugendlichen schaffen. Ebenso wie spezielle Veranstaltungen im Kulturkalender und ein neues Jugendzentrum als Treff.

Dazu haben die Bündnisgrünen auch Punkte zur Stadtentwicklung und zu mehr Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum aufgeschrieben. (Thomas Holzamer)

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