Frauenchor der Sängervereinigung Hausen

Wohlfühlen im „Café musicale“

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Das „Café musicale“ des Frauenchors „Caton felice“ soll zur festen Einrichtung werden.

Obertshausen - Während der Chorgesang vielerorts auf dem absteigenden Ast ist, treibt die Kultur in der „Kleinstadt mit Herz“ immer neue Blüten. Das jüngste Beispiel bot am Sonntagnachmittag der Frauenchor „Canto felice“.

Die 37 Damen der Sängervereinigung Hausen verwandelten den Kleinkunstsaal in ein „Café musicale“, und in dem fühlten sich vor allem zahlreiche Sangesfreunde wohl. Die Gastgeberinnen hatten mehrere befreundete Chöre in ihre gesellige Atmosphäre eingeladen.

„Canto felice“ übernahm in Polohemden in den Farben des Alpenveilchens den Auftakt, interpretierte den klassischen Ungarischen Tanz von Johannes Brahms und „Memory“ aus dem Musical Cats von Andrew Lloyd Webber. Udo Jürgens’ Bestellung „Aber bitte mit Sahne“ galt schon als Wink vom üppig ausgestatteten Kuchenbüfett vor der Pförtnerloge.

Wie die Hausener Frauen stehen auch die Männergesangvereine Liederzweig Steinheim und Sumser Hanau unter dem Dirigat der temperamentvollen Pavlina Georgiev. Die vereinten Herren schmetterten den „Conquest of Paradise“, jubilierten „Veronika, der Lenz ist da“ und brachten noch ein Volkslied aus der Lombardei zu Gehör. „Wir sind die alten Säcke“, bekannten sie dann selbstironisch. Mit Gesten und schrägen Tönen begeisterten sie das Publikum im voll besetzten Saal. Moderatorin Birgit Schnell bereicherte das Programm mit Informationen und Anekdoten zur Kaffeehauskultur.

„Tarä tara tata“

Die Sängervereinigung Ravolzhausen, ebenfalls ein Chor von Pavlina Georgiev, trug eine rhythmische Version des „Vater unser“ aus der Feder von Liedermacherin Hanne Hallervor, dazu ein flottes Spiritual, „Die Rose“ und das Trinklied“ aus dem „Studentenprinz“.

Der Männerchor der Sängervereinigung sang mit Vizedirigent und Vereinsvorsitzendem Ralph Pittich den „Frühlingsboten“, den „wachsamen Hahn“ und die „Rose aus Burgund“. Helau-Stimmung und Frohsinn vebreiteten zum Finale die Altstadt-Raben Steinheim. Nach den Bekenntnissen, „Wir sind alle eine Familie“ und „Zwölf Räuber“ gewannen sie das Auditorium mit dem „Wutze-Tango“ und einem Werk namens „Tarä tara tata“.

Damit bewegten die zehn Männer mit den roten Westen Frauen und Männer, aufzustehen und den karnevalistischen Refrain zu schmettern. Auch die eigene Version des „Happy Day“ mit einem sehr vielseitigen Solisten als Zugabe fand die Anerkennung der fachkundigen Zuhörer. Die Moral von der Geschicht’: Fröhliche, phantasievolle Chor-Auftritte wecken Interesse und Begeisterung - vielleicht auch für die kontinuierlichen Chorproben.

Das „Café musicale“ soll jedenfalls zu einer festen Einrichtung werden und alle zwei Jahre öffnen, sagte Schnell. Die Sängervereinigung lädt als nächstes ein zur Jazz-, Rock- und Pop-Night mit der Jazz-Formation „Blue Notes“ am 4. Juli, zum herbstlichen Liederabend am 12. Oktober und zum Konzert im Advent in der Herz-Jesu-Kirche (14. Dezember). Mehr Informationen stehen im Internet unter saengervereinigung-hausen.de. 

(M.)

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