Wiederherstellung kostet etwa 20.000 Euro

Unbekannte versehen Wegstück mit neuer Schotterdecke

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Das 200 Meter lange Teilstück des Fahrrad-Rundwegs zwischen Hochbeune und Kompostierungsanlage haben Unbekannte mit einer Decke aus grobem Schotter versehen. Die Stadt muss den Belag nun erneuern – das kostet etwa 15- bis 20 000 Euro.

Obertshausen - Wohl um ihn als Abkürzung zu nutzen, haben Unbekannte einen Weg hinter der Kompostierungsanlage unweit der Hochbeune mit Schotter aufgefüllt. Das Teilstück muss die Stadt nun erneuern. Von Thomas Holzamer 

Da staunten die Mitarbeiter der Stadt nicht schlecht – wohl in einer Nacht- und Nebel-Aktion haben Unbekannte ein rund 200 Meter langes Teilstück des städtischen Rad-Rundwegs mit grobem Schotter aufgefüllt. Doch was vermutlich dazu gedacht war, das Wegstück in Verlängerung der Hochbeune bis zur Einmündung in Höhe des Grünschnittsammelplatzes für schwere Fahrzeuge zu befestigen, wie Obertshausens Erster Stadtrat Michael Möser vermutet, kommt bei der Stadt gar nicht gut an.

Dort war die weder beauftragte noch genehmigte Aktion zunächst nicht aufgefallen – bis sich unlängst ein erboster Fahrradfahrer gemeldet hatte. Der Mann war mit seinem Drahtesel auf dem Rad-Rundweg unterwegs gewesen und hatte sich an einem der scharfkantigen Schottersteine einen platten Reifen eingefangen, berichtet Möser. Von der Verwaltung wollte er nun wissen, wieso ein ausgewiesener Radweg mit einem derart ungeeigneten Belag versehen sei.

Bei der darauffolgenden Prüfung fanden Mitarbeiter der Stadt das Wegstück entlang des Zauns des angrenzenden Paketzentrums mit der beschriebenen Schotterdecke vor. Die sei für das Befahren mit dem Rad ebenso ungeeignet und gar gefährlich wie für Rollstühle, Rollatoren oder Kinderwagen, informiert der Erste Stadtrat.

So bleibt der Stadt nichts anderes übrig, als den alten Zustand wieder herzustellen. Dazu müsse das 200 Meter lange Stück wieder mit einer sogenannten „wassergebundenen Feindecke“ überzogen werden, erläutert er. Die Kosten dafür – rund 15- bis 20 000 Euro – trägt zunächst die Stadtkasse. Zumindest so sich kein Verursacher ermitteln lässt, von dem die Stadt das Geld zurückfordern kann.

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Ob das gelingt, bleibt abzuwarten – auch wenn der Kreis der infragekommenden Nutzer jener Abkürzung, die auch über das notwendige schwere Gerät verfügen, nicht sehr groß sein dürfte. Zudem gibt es in direkter Nachbarschaft ein Unternehmen, dessen Gelände videoüberwacht ist.

Gleichzeitig plant die Stadt nun, von den Mitarbeitern des Bauhofs hinter der Kompostierungsanlage – unmittelbar vor der Einmündung in den betreffenden Weg –, eine Sperre zu errichten, die auch mit schwerem Gerät nicht mehr so einfach zu beseitigen ist. So soll künftig die Nutzung des Fahrrad-Rundwegs als Abkürzung oder Umfahrung unterbunden werden, kündigt Möser an. Zuvor müsse allerdings geklärt werden, ob der Weg als Feuerwehr-Zufahrt für das Paketzentrum benötigt werde.

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