Wo die Bussarde turteln

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Während eines Spaziergangs am zweiten Tag des neuen Jahres hat Edith Zierentz-Vanselow ein Gedicht geschrieben - „Vogelwelt“ hat sie ihr Werk genannt.

Obertshausen - Sie habe immer etwas zum Schreiben dabei, meint Edith Zierentz-Vanselow. Während eines Spaziergangs am zweiten Tag des neuen Jahres hat sie auf ihrem Weg „Im Kreuzloch“ ein Gedicht verfasst - „Vogelwelt“ hat sie ihr Werk genannt.

Zwei Bussarde kreisen weit oben im Sonnenschein

des Januars Kälte hindert nicht am Glücklichsein -

ich glaub, es ist ein Pärchen,

das fühlt sich wie im Märchen,

beim Auf und Nieder

streift sich fast ihr Gefieder.

Der Aufwind über dem Wald bringt sie auf Tour,

schwingend tanzend - mon amour.

‘S wär schön, wir könnten es auch -

bei Menschen ist‘s leider nicht Brauch

in sel‘ge Gefilde sich zu erheben,

sind gefangen in bodenhaftem Leben;

nur uns‘re Gedanken sollten wollen,

in Liebe da oben zu tollen.

Wer tut das,

und wär‘s nur zum Spaß?

Viele alles versäumen,

und nur das Träumen

hilft einigen Erwählten

sich abzugrenzen von den gequälten

Erdgebundenen in großer Zahl.

Versuch es, Du hast die Wahl!

Gedanken schaffen Wirklichkeit

hier und jetzt und in Ewigkeit.

Dann könntest Du Dich erheben

und wie die Vögel schweben.

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