Mit Gesang die Herzen erwärmt

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Der Jugendchor 2000 von Sängerlust Hausen und Musikschule begeisterte mit Peter Krausch seine Zuhörer. Jetzt diskutiert der Vereinsring, ob es künftig einen gemeinsamen Adventsmarkt geben soll oder wo die Stadtteilfeiern aufgebaut werden sollen.

Obertshausen ‐ So können sich die Dinge wandeln. Am Nachmittag noch sah nach einem Desaster für den Obertshausener Adventsmarkt aus. Unablässig ließ es der Wetterheilige Petrus regnen. Von Michael Prochnow

Wenn es wenigsten Schnee wäre“, klagten Beschicker. Doch mit dem Erscheinen des Kollegen Nikolaus hielt der Dauerregen inne und erlaubte dem Jugendchor 2000 der Sängerlust Hausen, die Bühne gegen die Treppe am Schwesternhaus einzutauschen. Damit begann eine unerwartete Attraktion zum Ausklang des Marktes.

Die Jugendlichen um Tausendsassa Peter Krausch von der Musikschule bevorzugten die Nähe zu den Besuchern, bewegten sie mit mehrstimmigen, kraftvoll und fröhlich vorgetragenen weihnachtlichen Werken. Immer mehr Leute verharrten hinter den letzten Ständen, um den jungen Stimmen zu lauschen. Zuvor dirigierte Krausch den Teeniechor mit Mariah Carey- und Wham-Hits. Der Kinderchor der Waldschule schmetterte moderne, heitere Lieder zum Advent.

Alexander Rudolf im Kostüm des heiligen Nikolaus

Auch die Jungen und Mädchen um Thomas Kühn ließen das beschirmte Publikum in der Kirchstraße das Wetter beinahe vergessen. Ein Kontrastprogramm zwischen den Egerland Musikanten des Musikvereins Hausen mit Robert Roth und dem Posaunenchor der evangelischen Kirchengemeinde mit Dietmar Schrod bot wie in Hausen der Impuls Fitnessclub.

Tina Koberstädt sagte ihrer Gruppe im Tae Bo die Bewegungen an, tanzte zuvor eine Choreographie mit der Aerobic-Formation. Beschaulicher gestaltete sich der Auftritt des „Patrons der Schüler“, Alexander Rudolf im Kostüm des heiligen Nikolaus unterstrich seine Rolle als Bischofs von Myra in der heutigen Türkei, begleitet von vier „Engeln“ aus den Reihen der Katholischen Jugend Obertshausen.

Die KJO war sehr vielseitig engagiert, fertigte im Schwesternhaus Karten zum Fest sowie Christbaumkugeln - eine gute Alternative zum Bummel im Regen. Am besten gefielen die Buden, die den Genuss von heißen Getränken unterm Vordach erlaubten. Prosecco mit Gewürzen kreierten die Weinfreunde, Raki, Anis, Šlivovic und freilich Glühwein dampften aus den Hütten.

Wenige boten Kunstgewerbliches

Heuer ergänzten der spanische Elternverein, der griechische Kulturverein Megas Alexandros, der FC Croatia, der Freundeskreis Ste. Geneviève, ein polnisch-schlesisches Laden und der Türkisch-Deutsche Kultur- und Freundschaftsverein, der Sardellen brutzelte, die Festmeile. Wenige Beschicker boten Kunstgewerbliches wie der Waldkindergarten. Der festlich dekorierte Perlenverkauf von Angelika Boksch wurde als schönster Stand ausgezeichnet. Gutscheine gab es auch für die Hütten vom KJO-Freundeskreis und der Parfümerie MB Lochmann. 40 Euro brachte die Versteigerung einer Krippe der KJO.

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