340 Teilnehmer in den Samerwiesen

Gewerbelauf: Wanderpokal geht an Picard

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Auf Fahr- oder Laufrädchen begleiteten Kinder ihre Eltern auf der Kurzstrecke des Gewerbelaufs.

Obertshausen - Zum siebten Mal hat die Physiotherapiepraxis Reha-Point in den Hausener Samerwiesen einen Gewerbelauf zugunsten mehrerer Hilfsorganisationen veranstaltet. Neben Betriebsmannschaften beteiligten sich Vereinsgruppen und Einzelsportler. Von Michael Prochnow

Außerdem starteten Eltern und Kinder.
Ganz vorne stehen in den Hausener Samerwiesen kleine Jungs und Mädchen mit Lauf- oder Fahrrädchen, knallbunten Helmen und großen Startnummern auf der Brust oder am Lenker. Dahinter haben die Mütter mit Kinderwagen Aufstellung bezogen – moderne Sportwagen mit hohem Fahrwerk und ein nostalgisches Modell mit großen Speichenrädern, Chromgestell und einem Chassis im Körbchendesign. Eine Mama im Rollstuhl fährt ihren Filius auf dem Schoß. Andere haben den Nachwuchs in einer Bauchtrage dabei. Das Team der Physiotherapiepraxis Reha-Point, das den Gewerbelauf veranstaltet, steht in mintfarbenen Hemden am Start und klappert mit aufgeblasenen Fan-Sticks.

Moderator Thomas Zeiger zählt den Countdown runter, dann lassen einige Therapeutinnen Hand-Konfetti-Kanonen krachen, die Glitzerschnipsel über Kinder und Eltern regnen lassen. So traben sie gut gelaunt am Wiesenhof vorbei und die Rodau entlang. Die Hebammen Janina Müller und Katja Kilian sowie die Fitness- und Gymnastiklehrerin Nina Scheurer begleiten die Starter.

Sie haben den Lauf organisiert und verbreiten familiäre Atmosphäre in der Gruppe, die vorwiegend aus Kunden besteht. Mehr als 100 Teilnehmer sind am Nachmittag auf der Drei-Kilometer-Strecke unterwegs. Am Abend gehen rund 340 Läufer an den Start. Ihre Fünf-Kilometer-Tour führt über die Fußgängerbrücke an der Rodau in den Wald in Richtung Friedhof und zurück. Wer die Zehn-Kilometer-Version wählt, absolviert die Runde zweimal.

Bilder: Gewerbelauf in Obertshausen

18 Mannschaften waren gemeldet. Die Laufzeiten sind Nebensache, es zählt allein die Gruppengröße. Als Sieger zeichnen die Initiatoren Sabine und Jochen Tkaltschewitsch das Team von Lederwaren Picard aus mit 37 Mitarbeitern und Freunden. Die größte Gruppe stellt „Yallah“ von der Malteser Flüchtlingshilfe mit 50 Migranten und Helfern. „Schade, wir sind noch sieben Leute mehr als im vergangenen Jahr und wollten unseren Titel aus 2017 verteidigen“, bedauert Katy Walther von der Flüchtlingshilfe der Malteser, dass sie diesmal außer Konkurrenz dabei waren. „Auch die Geflohenen haben Geld gespendet, sie wollen etwas zurückgeben in die Gesellschaft, deshalb sind wir immer dabei.“ Der Wanderpokal geht also an Vertreter des Taschenherstellers, alle Kinder bekommen Medaillen.

Mit einheitlicher Sportkleidung rennen auch Aktive von den Stadtwerken Mühlheim, der Handball-Sportgemeinschaft Obertshausen-Heusenstamm, Rudolph-Galabau, Stadt Obertshausen, Mühle Verpackungen, Metallverarbeitung Brand, DLRG, Dein Handyberater, Sportvereinigung Hainstadt sowie Magna und Enricon. Auch Vertreter des Kinderhospiz’ Bärenherz aus Wiesbaden sind dabei. Die Einrichtung erhält einen Teil des Erlöses aus Startgebühr sowie Verkauf von Speisen und Getränken. Ebenso werden die Clowndoktoren bedacht.

Neben DJ Leo alias Wolfgang Buchberger vom Bauhof sorgt das Duo Music Motivation für Unterhaltung. Und Spanier Elias Feijoo Gomez begleitet die Geselligkeit bei Bratwurst und selbst gebackenen Kuchen mit temperamentvollen Sommerklängen.

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