„Goldene Blutwurst“ statt Pokal

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Abteilungsleiter Gregor Bauer (links) spielte bei der Auftaktveranstaltung zu den Jubiläumsaktivitäten der TGS-Tischtennisabteilung mit einem Aktiven - und nicht ganz üblichen Tischtennisschlägern an einer nicht ganz üblichen Platte.

Obertshausen ‐ Was haben die Tischtennis-Abteilung der Turngesellschaft (TGS) Hausen und die Hessenschau des Hessischen Rundfunks gemeinsam? Beide feiern in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen und sie erfreuen sich großer Beliebtheit. Von Peter Back

Zur Eröffnung des Jubiläumsjahres hatte der Vorstand der 57 aktive Mitglieder zählenden Abteilung zum Wintergrillen auf das Vereinsgelände an der Adenauer Straße eingeladen.

Nachdem Abteilungsleiter Gregor Bauer und seine Stellvertreterin Bianca Kiehlmann die Besucher, darunter zahlreiche Eltern mit Kindern, begrüßt hatten, führte Michael Jentzsch in einer kurzweiligen Präsentation durch 50 Jahre Vereinsgeschichte.

„Zehn Mitglieder der katholischen Jugend von St. Josef im Alter zwischen 17 und 25 Jahren trafen sich Anfang 1960 regelmäßig zum Tischtennisspielen“, wusste Peter Zahn, eines der zehn Gründungsmitglieder, zu erzählen. „Bald kam der Wunsch nach einem Kräftemessen auf, so dass wir die ersten Freundschaftsspiele austrugen.“ Am 21. Oktober wurden gegen eine Mannschaft der TG Lämmerspiel, am 2. Dezember gegen ein Team vom TTC Weiskirchen die ersten Begegnungen ausgetragen.

Jüngste Spielerinnen acht Jahre alt

„Auf den Tag genau 60 Jahre später laden wir die beiden Vereine zu einem Jubiläumsspiel ein“, beschrieb Gregor Bauer zwei Programmpunkte der geplanten Festveranstaltungen. „Unser ersten Punktspiel absolvierten wir an meinem 18. Geburtstag, dem 4. Januar 1962, gegen den TV Bieber, der ebenfalls 1961 gegründet worden war“, erinnerte sich Peter Zahn weiter. „Seit dieser Zeit spiele ich hier ununterbrochen Tischtennis, davon zu 80 Prozent in der ersten Mannschaft“, bemerkte das Gründungsmitglied nicht ohne Stolz.

Aktuell ist er in der zweiten Herrenmannschaft, die in der ersten Kreisklasse Ost gemeldet ist, einer der Aktivposten. Norbert Janetzki unterstützt, als zweites noch aktives Mitglied der ersten Stunde, die dritte Herrenmannschaft in der zweiten Kreisklasse Ost.

Aber auch auf die Gegenwart kam man zu sprechen: „Unsere jüngsten Spielerinnen sind acht Jahre alt“, deutet Jugendwart und C-Lizenz Trainer Martin Morcinek auf das aktuelle Einstiegsalter hin. „Unter Leitung unserer gut ausgebildeten Trainer finden darüber hinaus wöchentlich Tischtennis-AGs mit Teilnehmern des Kindergartens St. Josef sowie den Erst- und Zweitklässlern der angrenzenden Waldschule statt.

13. bis 15. Mai Hausener Turnier

Auf diese Weise werden die Kleinsten nicht nur behutsam und spielerisch an den Tischtennis-Sport herangeführt, sondern der Übergang in die Grundschule wird durch das frühzeitige Kennenlernen erleichtert“, so Martin Morcinek weiter.

„Vom 13. bis zum 15. Mai veranstalten wir ein 'Hausener Turnier', an dem Teams aus namensgleichen Gemeinden teilnehmen werden“, wies Gregor Bauer auf ein weiteres Ereignis im Rahmen des Jubiläumsjahres hin. Höhepunkt allerdings wird das Festwochenende vom 12. bis zum 14. August auf dem Vereinsgelände sein. „Am Freitag beginnen wir mit einer akademischen Feier in der TGS Halle“, erzählte Abteilungsleiter Gregor Bauer. Am Samstag, 13. August, findet ein Tischtennisturnier statt, an dem unter anderem Mannschaften aus den Partnerstädten Sainte-Geneviève-de-Bois und Laakirchen teilnehmen werden. Abends sorgt eine Band für Unterhaltung. Mit einem zünftigen Frühschoppen wird das Festwochenende ausklingen“, freute sich der seit 2004 amtierende Abteilungsleiter.

Geselligkeit wird groß geschrieben

„Wir waren zu unserer Gründungszeit so arm, dass wir uns keinen Pokal für die Vereinsmeisterschaft leisten konnten“, erzählte Peter Zahn eine Anekdote aus der Entstehungszeit der Abteilung. „Dietmar Picard, eines unsere Gründungsmitglieder, spendierte kurzerhand eine große Blutwurst, so dass wir die erste Vereinsmeisterschaft um die „Goldene Blutwurst“ austragen konnten.“

Auf die Frage, was den Erfolg der Abteilung ausmache, antwortete Peter Zahn spontan: „Die Geselligkeit wurde bei uns immer ganz groß geschrieben.“ Jugendwart und C-Lizenz-Trainer Martin Morcinek wies hingegen auf die Qualität der sportlichen Ausbildung hin: „Besonders froh sind wir darüber, dass wir mit Markus Reiter einen aktiven Bundesligatrainer in unseren Reihen haben, der darüber hinaus als Verantwortlicher für das Lehrwesen beim Hessischen Tischtennisverband viel Erfahrung und neueste Ausbildungskenntnisse in unsere Vereinsarbeit mit einfließen lässt.“

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