Bau des größten Paketzentrums Deutschlands

Es geht voran

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Schwerlast-Lkw bringen seit Anfang August und noch bis in den Oktober hinein jeden Donnerstag ein halbes Dutzend je 56 Meter lange und 85 Tonnen schwere Betonteile auf die Großbaustelle im Gewerbegebiet Herbäcker, wo die Deutsche Post DHL derzeit Deutschland größtes Paketzentrum errichten lässt. Die speziell angefertigten Betonkolosse sind Teil der besonderen Dachkonstruktion.

Obertshausen - Der Donnerstag ist seit Anfang August auf der DHL-Großbaustelle im Gewerbegebiet Herbäcker in Obertshausen ein ganz besonderer Tag. Von Karl-Heinz Otterbein

Und er wird noch bis in den Oktober hinein ein ganz besonderer Tag bleiben: Jeweils donnerstags werden für das im Bau befindliche größte Paketzentrum Deutschlands ein halbes Dutzend je 56 Meter lange und 85 Tonnen schwere Betonbinder angeliefert und als Dachträger eingebaut.

„Das Gebäude bekommt als bauliche Besonderheit eine freitragende Dachkonstruktion mit 56 Metern Spannweite“, erläuterte Achim Gahr, Pressesprecher der Deutsche Post DHL, die das Paketzentrum derzeit für einen zweistelligen Millionenbetrag errichten lässt, gestern bei einem Ortstermin. „Für die Dachkonstruktion werden insgesamt 62 Betonbinder mit je 56 Metern Länge verbaut.“

Auch die Arbeiten an den Seitenwänden des U-förmigen Gebäudes laufen auf vollen Touren.

Jeder der Betonkolosse wiegt 85 Tonnen und wird eigens für das DHL Paketzentrum in Obertshausen von der Bremer AG in deren eigener Produktionsstätte in Paderborn gefertigt. Die Bremer AG ist der Generalunternehmer der Deutschen Post DHL für den Bau des Paketzentrums. Der Transport der Binder erfolgt ab Paderborn auf Spezialzügen der Deutschen Bahn bis zur Cargo City Süd nach Frankfurt. Dort werden die Bauteile auf Schwerlast-Lkw verladen, sie sie zur Baustelle nach Obertshausen bringen.

Transport-Start ist jeweils montags abends in Paderborn, Ankunft auf der Baustelle ist donnerstags morgens. Unmittelbar nach der Ankunft beginnt der Einbau der Betonkolosse, wofür unter anderem eine Menge Präzisionsarbeit und zwei große Kräne erforderlich sind.

„Wir haben uns für eine freitragende Dachkonstruktion entschieden, damit wir keine Stützen brauchen und die ganze Breite der Halle nutzen können“, erläuterte Achim Gahr. „Die Paketsortiermaschinen, die wir später in der Halle installieren, sind ja nicht eben klein.“

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Bau gestartet

Laut Oberbauleiter Andreas Peters von der Bremer AG sind die Arbeiten, die nach der Grundsteinlegung am 19. Juni begonnen haben, im Zeitplan. Demnach soll bis zum 1. Dezember die Gebäudehülle fertig sein und dann der Einbau der Betriebstechnik beginnen. Für Ende Februar 2014 ist die Gesamtfertigstellung des Gebäudes geplant, im Herbst 2014 sollen die ersten Pakete in dem Zentrum umgeschlagen werden. Seine volle Sortierkapazität von 50000 Paketsendungen pro Stunde soll das Zentrum im Sommer 2015 erreichen. Bis dahin sollen in dem Zentrum auch die etwa 600 avisierten Arbeitsplätze geschaffen sein.

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