Grundstein für Pfarrer-Schwahn-Haus gelegt

Geistlicher Rat Hans-Jürgen König feiert goldenes Priesterjubiläum in Obertshausens St.-Pius-Kirche

Geistlichem Rat Hans-Jürgen König (Zweiter von rechts) gratulierten viele Gemeindemitglieder vor St. Pius zum goldenen Priesterjubiläum.
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Geistlichem Rat Hans-Jürgen König (Zweiter von rechts) gratulierten viele Gemeindemitglieder vor St. Pius zum goldenen Priesterjubiläum.

29 Jahre war Geistlicher Rat Hans-Jürgen König Pfarrer in Hausen. Grund genug, dort sein goldenes Priesterjubiläum zu begehen. In St. Pius, seiner langjährigen Wirkungsstätte, feierte die Gemeinde jetzt mit ihm einen festlichen Gottesdienst. Sein Nachfolger, Pfarrer Christoph Schneider, begrüßte den Mitbruder, der nach schwerer Erkrankung im Rollstuhl sitzt. Gerhard Sattler, langjähriges Mitglied des Verwaltungsrats, erinnerte an das Wirken des Jubilars.

Obertshausen – Die Einladung erfolgte „auch aus großer Dankbarkeit“ für sein fast 30-jähriges Wirken in dieser – seiner – Gemeinde von 1986 bis 2015, betonte Sattler. „Sie waren ein Seelsorger im wahrsten Sinne des Wortes, waren immer bei den Menschen und für die Menschen da“, man konnte seine Berufung spüren. Sehen könne man, wie er die Pfarrei weiterentwickelt hat. Gleich nach seinem Dienstantritt setzte der Pfarrer alle Hebel in Bewegung, den „fast maroden Kindergarten erweitern und modernisieren“ zu lassen.

1994 legte König den Grundstein fürs Pfarrer-Schwahn-Haus. Der Name erinnert an den ersten Pfarrer der Gemeinde, Peter Valentin Schwahn. Das Gemeindeleben wurde nicht zuletzt durch die Möglichkeiten dieses Gebäudes neu belebt und erweitert. Es folgten mehrere Renovierungen und Sanierungen der beiden Gotteshäuser und des Kirchturmes an der Gumbertseestraße.

Auch die alljährliche Wallfahrt nach Walldürn ging mit auf die Initiative des langjährigen Gemeindeleiters zurück. „Sie begleiteten sehr viele Menschen über die Jahrzehnte von der Taufe über die Mitte des Lebens bis zum Tod. Sie hatten alle Gläubigen im Blick, waren offen und zugewandt“, lobte Sattler. Besonders lag dem Geehrten die Kita am Herzen: „Es war für alle Beobachter eine schöne Erfahrung zu sehen, wie begeistert die Kinder sie begrüßten.“

Als Pfarrer kannte er die Lebensgeschichten der Gemeindemitglieder

Weitere Schwerpunkte waren die Kranken- und Seniorenbetreuung. „Viele Menschen freuten sich auf ihre Besuche und ihre Ansprache“, zurecht erhielt er ein „großes Maß an Dankbarkeit“ zurück. Der Sprecher hob die herzliche und positive Hinwendung zu den Menschen“ hervor, „ihr Lachen war ansteckend“. Das tägliche Gebet und Nachdenken über den Glauben nahm einen bedeutenden Teil seiner Zeit in Anspruch. „Sie kannten die Lebensgeschichte von nahezu jedem und jeder.“

Königs tiefe Frömmigkeit und Gottvertrauen seien das Fundament für seinen Optimismus, der auch bei schwierigen Situationen half. Ohne jegliches Zögern nahm er die Chancen wahr, die Glocken aus Aachen und die Orgel aus Wuppertal für die St.-Pius-Kirche zu erwerben. „Die Kosten dafür schreckten sie nicht einen Augenblick ab.“ Die Stadt Obertshausen würdigte sein segensreiches Wirken mit der goldenen Verdienstmedaille. Bischof Kardinal Lehmann dankte für die Mitsorge als stellvertretender Dekan im großen Dekanat Rodgau. „Wir alle sind mit ihnen in herzlicher Verbundenheit“, schloss Gerhard Sattler. Auf dem Vorplatz gratulierten Kirchenchor und Sternsinger musikalisch, zahlreiche Christen grüßten den Ruheständler herzlich. (Michael Prochnow)

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