„4 Artists“ stellen im Hausener Rathaus aus

„Kunst muss auch provozieren“

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Die Künstlergruppe „4 Artists“ zeigt bis einschließlich Freitag, 16. Mai, im Hausener Rathaus an der Schubertstraße Gemälde und Skulpturen. Die Ausstellung ist montags, dienstags und donnerstags jeweils von 8 bis 16 Uhr, mittwochs von 8 bis 18.30 Uhr und freitags von 8 bis 12.30 Uhr geöffnet.

Obertshausen - Der Künstlerkreis ist tot – es lebe die Vereinigung von Künstlern! Wenn sich auch der bisherige Kreis von Kunstschaffenden in Obertshausen aufgelöst hat, das Bedürfnis, sich auszutauschen und seine Arbeiten gemeinsam zu präsentieren, existiert offenbar weiter. Von Michael Prochnow 

Sehr zur Freude der Stadtoberen, wie Erster Stadtrat Hubert Gerhards jetzt bei der Vernissage einer Ausstellung der Gruppe „4Artists“ im Rathaus unterstrich. Ein Künstler- Quartett aus vier Nachbarorten hat sich im Foyer des Verwaltungsgebäudes an der Schubertstraße zusammengefunden, um seine Werke der Öffentlichkeit zu zeigen. „Kunst findet nicht nur in Frankfurt und Offenbach statt“, sah sich Gerhards bestätigt. Die Exponate an Stellwänden im Parterre sowie im ersten Obergeschoss zeugten von einem langen Schaffensweg,

„Wir fühlen uns beschenkt und geehrt durch die Ausstellung und stellen gerne unsere Räume zur Verfügung“, betonte er und stellte fest, dass sich Kunst und Verwaltung durchaus zusammenführen ließen. Jedes Bild sei Ausdruck von Individualität und Stimmungslage seines Autors. Das Spiel mit Farben und Formen wirke lebensbejahend, befand Gerhards. „Kunst hat aber auch die Aufgabe zu provozieren“. Die Schau sei hoffentlich keine einmalige Aktion.

Bilder voll Phantasie und Ideenreichtum

Die Obertshausener Initiatorin Silvia Wenzel stellte ihre Kollegen und sich vor. Die Kunstpädagogin Beatrix Wamser aus Hainburg experimentiere mit Techniken, brachte Akte und Portraits mit, arbeite mit Öl und Batiken und fertige Lithografien. Ihre Werke seien „Auseinandersetzungen mit menschlichen Figuren“. Irene Rekus führe eine eigene Galerie in Heusenstamm, experimentiere mit Farben und Formen, male real und surreal. Ihre Bilder fallen durch Phantasie und Ideenreichtum auf, Irene Rekus stelle international aus und leite Kurse.

Der Rodgauer Gerd Steinle zeigt großformatige Gemälde und schlanke Skulpturen aus Gips, Holz, Metall und Beton. Der Träger des Kulturpreises seiner Heimatstadt initiierte die Rodgauer Waldkunst, mache Kinder und Schüler mit dem kreativen Schaffen vertraut. Silvia Wenzel selbst liebt Gemälde in Öl und Acryl mit Strukturtechnik. Ihre Erfahrungen mit Speckstein vermittelte sie in Workshops und Fachbüchern.

„Mich reizen außergewöhnliche Projekte“, warb sie für die bevorstehenden Wald-Kunsttage in Rodgau, wo sich die Vier kennen gelernt haben. Sie lud auch zu einer Mitmach-Malaktion vorm Ordnungsamt ein, das Kunstwerk aus vieler Hände Pinselstriche soll der Stadt gestiftet werden. Die Eröffnung bereicherten Sängerin Selina Müller und Andreas Wenzel am Keyboard.

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