4,8 Millionen Euro niedriger

Deutlich weniger Miese im Haushalt als gedacht

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„Ohne die im Defizit enthaltenen Abschreibungen auf das bestehende Anlagevermögen von rund 3,34 Millionen Euro, die nach nach der Einführung der doppelten Buchführung 2009 ergebniswirksam ausgewiesen werden, wäre das Jahresergebnis sogar positiv“, erläuterte der Rathauschef.

Obertshausen - Erfreuliche Zahlen präsentierte Bürgermeister Bernd Roth den Stadtverordneten, als er in der Parlamentssitzung am Donnerstagabend den vorläufigen Jahresbericht der Stadt Obertshausen für das Geschäftsjahr 2012 vorlegte. Von Karl-Heinz Otterbein

Das Defizit fällt rund 4,8 Millionen Euro niedriger aus als im Haushaltsplan 2012 kalkuliert. Bei der Aufstellung des Etats war der Magistrat noch von einem Defizit von 6,95 Millionen Euro ausgegangen, tatsächlich beträgt das Minus nur rund 2,2 Millionen Euro. Das verbesserte Ergebnis resultiert Roth zufolge hauptsächlich aus den Mehreinnahmen aus der Gewerbesteuer, die mit neun Millionen Euro angesetzt war, aufgrund der guten Wirtschaftsergebnisse im Jahr 2011 tatsächlich aber rund 13,3 Millionen Euro in die städtischen Kassen spülte. Weitere unerwartete Mehreinnahmen von rund 320.000 Euro kommen aus der im Oktober 2011 neu eingeführten Spielapparatesteuer.

„Ohne die im Defizit enthaltenen Abschreibungen auf das bestehende Anlagevermögen von rund 3,34 Millionen Euro, die nach nach der Einführung der doppelten Buchführung 2009 ergebniswirksam ausgewiesen werden, wäre das Jahresergebnis sogar positiv“, erläuterte der Rathauschef.

Strikter Sparkurs zeigt Erfolg

Bei den Aufwendungen zeige der seit 2009 strikt verfolge Sparkurs der Stadtverwaltung Erfolg. Rund 600.000 Euro weniger Ausgaben bei den Sachaufwendungen und rund 500.000 Euro weniger Ausgaben bei den Personalkosten trügen ebenfalls zur Reduzierung des geplanten Defizits bei.

Diese Einsparungen würden allerdings vollständig von den Mehrausgaben bei den gesetzlichen Umlageverpflichtungen aufgezehrt. Aufgrund der Mehreinnahme bei der Gewerbesteuer seien die an Bund und Land abzuführende Gewerbesteuerumlage und die an den Kreis Offenbach abzuführende Kreis- und Schulumlage um insgesamt rund 1,1 Millionen Euro auf rund 18, 6 Millionen Euro angestiegen.

Gute Haushaltsergebnisse fürs laufende Geschäftsjahr sind ungewiss

Ob es im laufenden Geschäftsjahr ähnliche gute Ergebnisse geben könne, sei ungewiss, erläuterte Bürgermeister Roth in einem Pressegespräch noch vor der Parlamentssitzung. 2011 sei ein sehr gutes Wirtschaftsjahr gewesen, so Roth. Die Prognosen für 2012 seien dagegen nicht so positiv.

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